Das Forum informiert

Das “Forum Deutscher Katholiken” bereitet nach dem diesjährigen Kongress mit dem Motto “Der Mensch ist gefährdet – was rettet ihn?” (Papst Franziskus) bereits den Kongress “Freude am Glauben” für 2015 vor. Er findet vom 31. Juli bis 2. August in Fulda statt und wird das Gesamtthema haben “Ehe und Familie – gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück”. Wir werden ab Ende Oktober über den neuen Kongress berichten. Bis dahin möchten wir noch einen Blick auf den diesjährigen Kongress werfen.

Der Kongress “Freude am Glauben” war ein großartiges Fest, an dem über 1000 begeisterte Katholiken, darunter erstmalig eine Gruppe aus Frankreich, Belgien und Italien teilnahmen. In den Medien wurde der Kongress als das “größte bundesweite Treffen von konservativen katholischen Gruppen” bezeichnet.

Hubert Gindert:
Die Krise – Gefahr und Chance

Liebe Freunde,
wir stellen uns auf dem Kongress 2014 der Aussage von Papst Fran- ziskus:„Der Mensch ist gefährdet“. Der Heiligen Vater hat in mehreren Katechesen geäußert: Der Mensch steht in einer Krise und vor einem Wendepunkt. Die Krise birgt Chance und Gefahr in sich. Die Chance liegt darin, dass neue Wege beschritten werden, um Probleme zu lösen, die Gefahr, dass der Mensch abstürzen kann, wenn er seine Identität verliert und nicht mehr weiß, wer er ist und wozu er existiert.
Den Versuch, die menschliche Identität zu zerstören, haben wir aktuell in der Genderideologie, über die Gabriele Kuby bereits auf dem letzten Kongress gesprochen hat. Es handelt sich nach der 68er Kulturrevolution um eine zweite Kulturrevolution. Es geht um die Einebnung der naturgegebenen Unterschiede von Frau und Mann, um die Auflösung der Identität von Mann und Frau. Die Genderideologie bringt den Anti- Schöpfungsbericht, ein Gegenprojekt zum Schöpfergott. Papst Franziskus hat die Genderideologie als „dämonisch“ bezeichnet. Sie steht gegen die Natur, gegen die Vernunft und gegen Gott.
Bei Gender geht es nicht, wie vorgegeben, um Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern um die radikale und erzwungene Gleichsetzung von Mann und Frau.
Die Genderideologie ist der Versuch, Mann und Frau gegeneinander aufzubringen: Sie ist das Gegeneinander statt das Für- und Miteinander, das Kalkül, die Berechnung, die Absicherung voreinander, das Sich-auf Dauer-nicht-binden-wollen.
Haben wir den Mut, daran zu erinnern, was die Menschen – 70% der Jugendlichen – im Eigentlichen ersehnen, nämlich Treue, Liebe, Hingabe und gegenseitigen Respekt. Es geht darum, die jungen Menschen zu befähigen, dass sie das, was sie eigentlich möchten, auch umsetzen und praktizieren.
Die Genderideologie will auch eine moralische Bewertung sexuel- ler Handlungen beseitigen. Alle sexuellen Ausdrucksformen sollen als gleichwertig und gleichberechtigt anerkannt werden.
Die Genderideologie wird nicht nur in wissenschaftlichen Zirkeln diskutiert, sondern auch auf politischer Ebene und in Schulen gegen den Willen betroffener Eltern durchgesetzt. Aufgrund der Desinformation kennen viele die langfristigen Ziele von Gendermainstreaming nicht. Wir bitten deshalb eindringlich um ein Wort der Bischöfe über die Genderideologie für die Katholiken und für die Menschen, die sich an der Stimme der Kirche orientieren wollen.
„Der Mensch ist in Gefahr“. Papst Franziskus hat das wörtlich so ausgedrückt:
„Der Mensch ist heute gefährdet, und die Gefahr ist groß, denn die Ursache des Problems ist nicht oberflächlich, sondern sitzt tief. Was zerstört werden kann, ist der Mensch. Doch der Mensch ist das Ebenbild Gottes. Aus diesem Grund ist es eine tiefe Krise.“
Wir beleuchten diese Krise auf unserem Kongress und bemühen uns gleichzeitig, Auswege zu finden. Wo treten solche Krisen auf? Zum Beispiel:

  • Wenn sich der Mensch zum Herrn über Leben und Tod auf
    schwingt, weil er glaubt, demokratische Mehrheiten könnten
    alles beschließen
  • Wenn der Mensch Versagen und Schuld auf Strukturen
    abschiebt und dem Unschuldswahn verfällt
  • Wenn Schule und Erziehung nicht mehr der Entfaltung
    menschlicher Fähigkeiten und Begabungen dienen, sondern dem Prestigedenken oder der schnellen ökonomischen Verwertung der Fertigkeiten.

Wir wollen uns angesichts solcher Vorgänge zu Wort melden und Stellung beziehen gegen Entwicklungen, die unserer Überzeugung und unserem Glauben widersprechen.
Wir suchen Lösungen, indem wir fragen: Was ist die vom Schöpfer, d.h. die gottgewollte Bestimmung des Menschen?
Liebe Freunde, wir haben unseren Kongress mit einem feierlichen Gottesdienst im Dom zu Fulda begonnen. In diesem Dom ruht Bonifatius, der erste Apostel der Deutschen. Auf einer seiner Missionsreisen hat Bonifatius im hessischen Geismar die dem Donnergott Donar geweihte Eiche gefällt, die die damaligen Heiden verehrten. Die Namen der heutigen Götzen heißen nicht mehr Donar oder Thor, sondern Konsum, Geld, Macht, Sex, Eitelkeit. Sie gefährden heute den Menschen. Unsere Aufgabe ist es aber den Menschen zu retten, nicht mit einem müden und frustrierten Gesicht, so als ob wir den Kampf schon aufgegeben hätten, sondern mit „Freude am Glauben“!

Ich danke Ihnen.

Papstbotschaft zum Kongress „Freude am Glauben“ 2014 Öffnung auf Gott hin

Papst Franziskus übermittelt allen Teilnehmern am 14. Kongress „Freu- de am Glauben“ des Forums Deutscher Katholiken herzliche Grüße und versichert ihnen seine Verbundenheit im Gebet. Das Motto der diesjähri- gen Tagung:„Der Mensch ist gefährdet – Was rettet ihn?“ greift ein Wort des Heiligen Vaters auf. Die Gefährdung liegt im Verlust der Harmonie in der Beziehung zwischen Gott und Mensch begründet. Lebt und denkt der Mensch nur horizontal, entfernt er sich von Gott. Er versteht nicht mehr, woher er kommt, wer er ist und was ihn umgibt. So haben die Päp- ste im Zusammenhang mit der Frage nach der Ökologie der Schöpfung seit langem die Notwendigkeit einer neuen Ökologie des Menschen ge- sehen. Was rettet den Menschen, was heilt ihn und macht ihn zuinnerst froh? Die Öffnung auf Gott hin, den Quell und Urgrund des Lebens und derWirklichkeitdesMenschen,derunsinJesusChristusHeilundVersöh- nung schenkt. In dieser wiedergewonnenen Harmonie wird der Mensch die Wahrheit über sich selbst und seine Aufgaben im Plan Gottes tiefer verstehen. Getragen von einer Ethik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes sowie einem Leben aus dem Glauben kann der Mensch den verantwortungsvollen Auftrag, die Welt„zu bebauen und zu hüten“ (Gen 2,15), recht erfüllen und sein ewiges Ziel, den Himmel, erreichen. Mit diesem Gebetswunsch erteilt Papst Franziskus allen Gläubigen, die zum Kongress „Freude am Glauben“ in der Bischofsstadt Fulda zusam- mengekommen sind, von Herzen den Apostolischen Segen.

+Erzbischof Angelo Becciu, Substitut des Staatssekretariats

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Aufruf zur Demonstration für das Erziehungsrecht der Eltern

Wir gehen am 19. Oktober in Stuttgart auf die Straße, um das vorrangige Recht der Eltern auf Erziehung Ihrer Kinder (Art. 6,2 GG) einzufordern! Die staatliche Pflichtschule hat kein Recht, unter dem Vorwand der Sexualerziehung die Genderideologie und die Gleichwertigkeit aller Formen von Sexualität gegen den Willen der Eltern durchzusetzen.

„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ (Art. 6,1 GG). Wir verlangen von unseren Abgeordneten, dass sie die verfassungsmäßig garantierten Erziehungsrechte der Eltern schützen. Wir erwarten außerdem von den Volksvertretern, dass sie in ihrem Ehe- und Familienleben ein Vorbild für unsere Jugend sind.

Wir fordern unsere Mitbürger auf, von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch zu machen und für das Erziehungsrecht der Eltern einzutreten!

Prof. Dr. Hubert Gindert

1.Vorsitzender des „Forums Deutscher Katholiken“

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