Kongress 2017

Liebe Freunde des Kongresses „Freude am Glauben“

Das Programm unseres Kongresses mit den Gottesdiensten, Vorträgen und Podiumsgesprächen haben wir abgeschlossen. Sie finden untenstehend die Übersicht über die Referenten, die Themen der Referate und die Teilnehmer der Podiumsgespräche.
Den Kongress eröffnet der Fuldaer Ortsbischof Heinz-Josef Algermissen am Freitag, den 7. Juli. Wir freuen uns, dass wir mit Dr. Rudolf Voderholzer von Regensburg einen besonders profilierten Bischof der Kirche in Deutschland gewinnen konnten. Er spricht den missionarischen Auftrag der Kirche an und erinnert dabei an den großen Papst Johannes Paul II., der eine „Paulusgestalt“ des ausgehenden 20. Jahrhunderts war.
Der Schirmherr unseres Kongresses Ministerpräsident a.D. Professor Münch zeigt auf, wie in Gesellschaft, Politik, aber auch in der Kirche, die Erneuerung immer von Minderheiten ausgegangen ist. Das gilt auch für die kleinen Einheiten, wie das eine Pfarrgemeinde ist wenn z.B. eine vitale geistliche Bewegung, wie das Neokatechumenat sich entfalten kann. Pfarrer Wolfgang Marx konnte das in einer Großstadtpfarrei erleben. In ihr wurde das wiederbelebte Taufbewusstsein zum Schlüssel eines lebendigen Glaubens. Wolfgang Marx konnte in 40 Jahren seiner Zeit als Pfarrer diese Gemeinde sieben (!) Primizen erleben.
Der diesjährige Weltjugendtag in Polen hat wieder Hunderttausende angezogen. Diesen Jugendlichen hat Papst Franziskus für das 21. Jahrhundert den Auftrag gegeben „eine bessere Welt aufzubauen, eine Welt von Brüdern und Schwestern“. Eine Resonanz auf den Weltjugendtag in Krakau erleben wir im Podiumsgespräch, das von Alexandra Maria Linder, der Bundesvorsitzender der AlfA moderiert wird.
Der Neuanfang im Glauben ist für unser Land auch deswegen existentiell, weil wir inzwischen fast ein Volk ohne Gott geworden sind. Der bekannte Buchautor und Papstbiograph hat es in seinem letzten Interviewbuch mit Papst Benedikt XVI. umgedreht und ihm den Titel „Gott ohne Volk“ gegeben. Im Gespräch mit Bernhard Müller, dem Leiter des Fe-Verlags, werden wir von Peter Seewald erfahren, was die Kirche, trotz ihrer Defizite, hat und was ihn in der Kirche hält.
Der Kongress geht den Problemen dieser Gesellschaft nicht aus dem Weg, ohne in ein Lamento zu verfallen. Es geht uns vielmehr darum, Irrwege und Auswege aufzuzeigen. Wir stellen uns 3 Megathemen. Das sind die Sexualisierung, das Problem der Kinder, die nicht mehr bei ihren Eltern aufwachsen können und die Masseneinwanderung, die den Zusammenhalt des Volkes gefährden kann, wenn die Integration nicht gelingt. Zum ersten Thema, das durch Pornographie und Frühsexualisierung entstanden ist, spricht die Diplom Psychologin und erfahrene Therapeutin Tabea Freitag. Zum Problem der heimatlos gemachten Kinder spricht die bekannte Publizistin und Buchautorin Gabriele Kuby. Dem komplexen Thema der Integration haben wir ein Podium gewidmet. Hier werden Fachleute die verschiedenen Seiten dieses hochaktuellen Themas mit dem Titel „Wie kann Integration gelingen?“ beleuchten.
Heute werden viele Ursachen, die die Freiheit gefährden zurecht thematisiert. Der Sozialwissenschaftler Professor Ockenfels wird das in dem Spagat „Freiheit zwischen Recht und Pflicht“ deutlich machen.
Wie können wir Zukunft, eine „begründete Hoffnung“, zurückgewinnen? Die Gottesmutter hat uns vor 100 Jahren in Fatima den Weg gewiesen. Fatima brachte einen Neuaufbruch im Glauben, ja einen Frühling, für Portugal. Die Aussagen der Gottesmutter galten aber nicht nur für dieses Land. Professor Ziegenaus wird uns dies näher erläutern.
Der Kongress „Freude am Glauben“ hat zusätzlich ein Programm für Jugendliche und junge Erwachsene, nämlich ein Medien- und Kommunikationstraining mit der Bezeichnung MAKA. Medienexperten wollen die Teilnehmer für Gespräche und Interviews fit machen. Außerdem haben wir ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Kleinkinderbetreuung und spirituellen Angeboten.

Herzliche Einladung zum Kongress „Freude am Glauben“ 2017 in Fulda!

Mit meinen guten Wünschen für eine gesegnete Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest

Ihr Hubert Gindert
„Forum Deutscher Katholiken“



Referenten und Themen:

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer
„Der Glaube wird stark durch Weitergabe“ (Johannes Paul II.) Zum Projekt der Neuevangelisierung.

Prof. Dr. Werner Münch, Ministerpräsident a.D.
„Rolle und Bedeutung von Minderheiten in Gesellschaft, Politik und Kirche“

Tabea Freitag, Dipl.-Psychologin und Therapeutin
„Entmenschlichung der Sexualität durch Pornographie und Frühsexualisierung. Irrwege und Auswege“

Gabriele Kuby, Buchautorin und Publizistin
„Vom Weinen der Kinder, die lachen möchten“

Alexandra Maria Linder, MA, Bundesvorsitzende der ALFA e.V.
„Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt“. (Lessing) Über die Lebensrechtsarbeit im 21. Jahrhundert.

Pfarrer Heinrich Marx
„Die Wiederbelebung des Taufbewusstseins als Schlüssel für einen lebendigen Glauben“

Erfahrungen mit dem Neokatechuminalen Weg der Pfarrei St. Philipp Neri in  München-Neuperlach

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels OP
„Gefährdete Freiheit: Freiheit zwischen Recht und Pflicht“.

Peter Seewald, Journalist und Buchautor
„Warum ich noch in der Kirche bin“.

Gespräch mit Bernhard Müller, Pur-Magazin

Prof. Dr. Dr. Anton Ziegenaus
„1917: Fatima ein neuer Frühling… nur für Portugal?

Die Erscheinung der Gottesmutter in Fatima an drei Kinder auf einem abgelegenen Weideplatz für Schafe erlangte eine weltweite Ausstrahlung. In Portugal blühte das religiöse Leben auf. Trotz heftigen Widerstands! Bringt „Fatima“ der ganzen Kirche neue Hoffnung?

Podium: „Wie kann Integration gelingen“

Moderator: Bernhard Müller, FE-Verlag

Teilnehmer: Prof. Dr. Dr. Anton Ziegenaus, Dipl.-Psychologe OStD a.D., Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, RA Norbert Geis, Dr. Norbert Neuhaus

Podium: „Baut eine bessere Welt auf, eine Welt von Brüdern und Schwestern!“ (Papst Franziskus) Wie junge Christen im 21. Jahrhundert „im Sturm spielen“

Moderatorin: Alexandra Maria Linder, MA, Bundesvorsitzende der ALFA e.V.

Teilnehmer: Prof. Dr. theol. Cornelius Roth, Victoria Bonelli, Rudolf Gehrig, Angelika M. Doose

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„Das Lebenszeugnis der Christen erneuert die Welt“

Michaela Koller,
Kongress „Freude am Glauben“, 23. April 2016

„Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.“ 1 Kor 12, 26

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Diese Worte aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther beschreiben die christliche Gemeinschaft und rufen zur Einheit in der gegenseitigen und unterschiedslosen Anteilnahme auf, im Leid wie in der Freude. Für Christen ist dieser biblische Einheitsgedanke eine ewige Mahnung, den leidenden Brüdern und Schwestern beizustehen. Aus der Erkenntnis, dass schließlich alle Menschen gleich sind hinsichtlich ihrer Würde, und sie Personen mit gleichen Rechten sind, bemühen sich Christen – über die Konfessionsgrenzen hinweg gemeinsam – nach Kräften, von Unrecht Betroffenen Leid abzuwenden. Sie tun dies ohne Unterscheidung nach Religion oder anderer Merkmale wie Nationalität oder Geschlecht. Umgekehrt engagieren sich ebenso Angehörige aller Religionen und Nichtgläubige für die Verwirklichung des Rechts auf Glaubens- und Gewissensfreiheit. Die Organisation, für die ich tätig bin, die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte – kurz IGFM – setzt sich weltweit unterschiedslos für Religionsfreiheit ein. Dazu gehört das Recht auf Religionswechsel, ebenso wie das Recht auf Werbung für seinen eigenen Glauben. Weiterlesen

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Keine Umdeutung von Ehe und Familie!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

helfen wir bitte alle zusammen, dass das Fundament der Gesellschaft, nämliche Ehe und Familie, nicht durch die Uneinsichtigkeit und Willkür von Politikern in Europa zerstört wird. Der Sprecher des Forums Deutscher Katholiken, Hubert Gindert, bittet darum, im Internet unter

http://www.mumdadandkids.eu/de

zu unterschreiben oder ein Unterschriftenformular auszudrucken und Unterschriften zu sammlen..

Mit Segensgrüßen

i. A. Gerhard Stumpf

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Glaube und Humanität in einer alternden Gesellschaft

Prälat Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Roos, Bonn

 

Von Papst Paul VI. stammt der schöne Satz: „Die Kirche hat der Menschheit die Liebe Gottes und das ihr durch Christus gebrachte Heil zu verkünden; eben damit lässt sie aber das Licht des Evangeliums auch in Handel und Wandel der Menschen hineinstrahlen und hilft ihnen damit, dem, was Gott in seiner liebevollen Absicht mit ihnen vorhat, zu entsprechen und das Vollmaß dessen zu erreichen, was Ziel ihres eigenen Strebens ist“ (Octogesima adveniens 1). Statt in Handel und Wandel“ könnten man im Blick auf unser Thema sagen: in Leben und Sterben einer alternden Gesellschaft? Dabei geht es um drei Fragen: Wie werden wir älter? Wie wollen wir alt sein? Wie wollen wir sterben?

I.Wie werdem wir älter?

1.Unsere alternde Gesellschaft

Dass wir in einer alternden Gesellschaft leben, ergibt sich aus zwei demografischen Faktoren: der zunehmenden Lebenserwartung und der abnehmenden Geburtenhäufigkeit. Über die zunehmende Lebenserwartung macht Jörg Althammer, Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Katholischen Universität Eichstädt/Ingolstadt, auf einen oft übersehenen Aspekt besonders aufmerksam: Die mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnende fernere Lebenserwartung“ eines 65-jährigen Mannes liegt aktuell bei 18 Jahren, bei einer Frau beträgt sie 21 Jahre. Die so gewonnenen Lebensjahre“ sind in der Regel in der ersten Hälfte dieser Zeitspanne recht gesunde Lebensjahre“. Der Gesundheitszustand und die damit gegebene Erwerbsfähigkeit“ der Bevölkerung seien sogar noch etwas stärker gestiegen als die Lebenserwartung.“1 Weiterlesen

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Maria – Pforte zu neuer Hoffnung

Pfarrer Winfried Abel, Heiligenkreuz

 

Evangelisation als Hebammenkunst

Von Sokrates stammt das Wort „Hebammenkunst“. Hebammenkunst (Mäeutik) ist eine Form der Seelsorge und der Verkündigung.

Vor zwei Tagen begegnete mir ein junger Vietnamese, der aus einem heidnischen Umfeld stammt. Hier in Deutschland fand er zum katholischen Glauben. Der junge Mann berichtete mir, dass er bei der Vorbereitung auf die Taufe die überraschende Feststellung machte: „Das habe ich ja alles schon gewusst, das war ja alles schon in mir da!“ Das bereits „Gewusste“ musste bei ihm nur noch ins Bewusstsein gehoben werden.

Was dieser junge Mann erfahren hatte, gilt ganz allgemein! Auch die Verkündigung und Evangelisation der Kirche ist nichts anderes als „Hebammenkunst“, – den Menschen bewusst machen, was in ihnen schon da ist, was in ihnen bereits angelegt ist. Weiterlesen

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