Aufruf

Am 23. Juli erinnern wir uns an Erzbischof Johannes Dyba von Fulda, der vor 15 Jahren gestorben ist.

Wenige Wochen vor seinem Tod hat er uns ermutigt das „Forum Deutscher Katholiken“ zu gründen. Erzbischof Dyba hat leidenschaftlich für die Unverfälschtheit des katholischen Glaubens gekämpft. Sein großes Vorbild war der heilige Bonifatius. In den Auseinandersetzungen seinerzeit zeigte er den Katholiken in Deutschland klare Positionen auf. Er trat für die moralischen Grundsätze der Kirche und die Anerkennung der kirchlichen Autorität ein. Deswegen erklärte er auch am 29. September 1993 den Ausstieg der Diözese Fulda aus der Einbindung der Kirche in das staatliche Abtreibungssystem. Sein Kampf für die Kirche geschah aus Liebe zu den Menschen.

Es gibt eine Initiative zur Einleitung eines Seligsprechungsverfahrens. Das „Forum Deutscher Katholiken“ möchte diese Bestrebungen mit Ihrer Unterschrift unterstützen.

Forum Deutscher Katholiken
Prof. Dr. Hubert Gindert

Ja zu einer Seligsprechung für Erzbischof Dyba

Bitte füllen Sie auch die Adressfelder mit aus, da Unterschriften im Internet ohne gültige Adresse i.d.R. nicht ernst genommen werden.

Falls Sie die Möglichkeit haben in Ihrer Umgebung weitere Unterschriften zu sammeln, können Sie dafür passende Formulare unter folgendem Link ausdrucken: Unterschriftenliste

[signature]

332 signatures

Freunden mitteilen:

   

Veröffentlicht unter   

Zeugnis der Eheleute Julia 27 Hausfrau und Sven 31 Sicherheitsdienst, seit 2 Jahren verheiratet

Julia: Wir kannten uns schon 5 Jahre als Kollegen bei der freiwilligen Feuerwehr, hatten aber nicht viel miteinander zu tun, bis zu dem Tag, an dem in unserer Stadt eine der katholischen Kirchen brannte. Nachdem einige Feuerwehrleute verletzt wurden und ich nicht gefunden wurde, war es Sven, der  sich auf die Suche machte. Das brennende Kirchengebäude hat uns zusammen gebracht.

Sven ist aus einer konfessionell gemischten und nicht praktizierenden Familie, wie es heute so oft ist. Ich (Julia) bekam die Grundlagen des Glaubens und den hohen Stellenwert der Heiligen Messe von meiner Mutter vermittelt. Heute sind wir beide in der Kirche aktiv. Am Anfang musste Sven ganz langsam in diese für ihn fast unbekannte Welt hineinwachsen. Auch dass ich warten wollte bis zur Ehe war ihm zuerst fremd, aber aus Liebe und auch durch den stärker werdenden Glauben wurde es immer leichter. Heute sind wir beide froh über diese Zeit und das Verzichten können. Es zeigt und stärkt unsere Liebe und Geistige Einheit ebenso wie die körperliche Vereinigung auf ihre Weise.

Sven: Natürlich gibt es Höhen und Tiefen, besonders wenn die Belastung durch meine Arbeit hoch ist, z.B. wenn viel kurzfristiges Einspringen, Nachtschicht und Wochenendarbeit das Familienleben zerreißen. Manchmal können aber ein paar Minuten – lieber einige Stunden – einfach beisammen sein, miteinander reden und ein Glas Rotwein alles wieder ausgleichen.

Unser Glaubensleben holt uns immer wieder aus dem grauen Alltag. Viele können sich die Arbeitsbelastung nicht vorstellen. Die Arbeit kann manchmal sogar alle Gottesdienstzeiten am Samstag und Sonntag unmöglich machen, dann bleibt uns nur eine Werktagsmesse. Früher haben wir nur zum Essen Gebetet, jetzt haben wir viele Ausdrucksformen für unser Gebet im Alltag, in Notlagen oder in dankbaren Zeiten, so wie zu der Zeit als ich den Führerschein gemacht hab und fest eingestellt wurde.

Julia: Wir wünschen uns Kinder. Leider muss ich zur Zeit noch Hormonmedikamente nehmen. Ich hoffe aber dass das einmal vorbei ist, oder ich trotzdem schwanger werden kann. Ich würde auf jeden Fall drei Jahre daheim bleiben und später auch keinen Ganztagsplatz in der Kita wollen. Auch wenn wir schon Kinder hätten, Abtreibung oder Verhütung käme für uns nie in Frage. Ich denke da an ein kleines Herz das schlägt und leben will. Mich hat es geprägt früher bei Ministrantenschulungen und später als Gruppenleiterin für andere Verantwortung zu übernehmen. Das möchte ich den jüngeren und vielleicht eigenen Kindern auch vermitteln.

Von der Kirche wünsche ich mir, dass sie auch weiterhin lehrt, Verantwortung zu übernehmen. Die Ehe- und Morallehre muss dazu nicht geändert werden. Im Gegenteil, es ist notwendig sie besser zu erklären, jedenfalls für alle die sich dafür interessieren. Den Anderen, denen das nix wert ist, wird sie mit keinem Entgegenkommen zu einem echten Ehe- oder Glaubensleben motivieren.

Veröffentlicht unter   

Zeugnis der Eheleute Cindy 23 Sportlehrerin und Wolfgang 33 selbstständiger Gastronom, seit einem Jahr verheiratet

Ehepaare, die ihr gemeinsames Leben an Christus und der Lehre der Kirche ausrichten wollen, berichten:

Wolfgang: Wir kennen uns seit 7 Jahren, durch ICQ. (Textnachrichten im Internet). Durch eine glückliche Fügung konnte Cindy mir gleich vertrauen, jedenfalls erlebe ich sie sonst viel zurückhaltender.

Cindy: Bei unserer Verlobung war ich erst 18 und heute sind wir beide froh, dass wir uns noch Zeit gegeben haben. Bis vor 2 Jahren war ich noch evangelisch und früher auch kein Kirchgänger. Dass Wolfgang von Hause aus gut katholisch ist und das auch offen zeigt hat mich erst abgeschreckt aber dann auch immer mehr fasziniert. Er ist erst die weite Strecke immer zu mir gefahren, da hab ich nur ihn erlebt, später kam ich auch zu ihm nach Hause und habe auch seine Freunde und die Heilige Messe erlebt. Die erste war heftig, das war gleich eine Priesterweihe im Dom, ich hatte keinen Platz und war eine Zeit lang auf dem Steinboden gekniet. Verstanden hab ich das noch nicht, aber dass Gott da wirkt hab ich gespürt und irgendwie auch dass ich das auch glaube. Nur hatte ich keine Lust auf Gebote ect. Ich hatte noch keine Liebe zum Glauben und zur Hl. Messe. Eigentlich hat mich die Werktagsmesse in unserem Dorf so richtig gepackt. Wir sind das einzige so junge Paar dort, aber das macht nichts

Wolfgang: In manchen Dingen hatten wir schon immer die gleichen Voraussetzzungen, obwohl Cindy sie aus ihrem evangelischen Elternhaus mitbekommen hat: Wir wollten beide Treue, mehrere Kinder und bis zur Ehe warten. Ich musste meinen Glauben auch erst prüfen und festigen. Dabei halfen mir die Gespräche mit Andreas – einem jungen Priester – und auch einer freikirchlichen Berufsschullehrerin. Ich hätte auch eine evangelische Frau geheiratet, aber klar war: nur wenn sie die katholische Erziehung der Kinder unterstützt. Wir wünschen uns Kinder, aber ein bisschen Zeit um das berufliche Fundament zu legen wäre als selbstständiger auch nicht schlecht. Ich habe da Gottvertrauen und so wie er es einrichtet ist es gut.

Cindy: Unser Glaube ist in der Ehevorbereitung 2012 bis 2014 sehr gewachsen, besonders durch die Exerzitien für Brautpaare. Wir haben uns dabei konkret vorgestellt wie das Eheleben sein würde. Der Pater hat alles begründen und unsere Fragen zu Beziehung, Partner und Kinder aus dem Glauben erklären können. Er hat uns „bewiesen“ wie es mit dem Glauben geht und dass es ohne viel schwieriger ist, eine gute Ehe zu gründen. Ich kannte das alles nicht, aber für Wolfgang war klar, dass es für ihn nicht anders in Frage kommt. Vor einiger Zeit sind wir auf NER (Natürliche Empfängnis Regelung nach Prof. Dr. Rötzer) aufmerksam geworden und probieren das aus. Ich finde es gut weil es natürlich ist und sinnvoll.

Wolfgang: Es hilft den anderen nicht als Objekt zu sehen und stärkt die Partnerschaft.

Cindy: Unsere Ehe ist Gott sei Dank so geworden wie wir es uns erhofft hatten, fast noch besser. Die Sicherheit die wir in der Ehe spüren durch den gemeinsamen Glauben und den Partner selbst kann uns niemand nehmen. Es geht nicht mehr ohne.

Wolfgang: Natürlich muss man sich auch gegenseitig aushalten. Wir verstehen uns jeweils als Hilfe für den Partner. Wir sprechen über Schwierigkeiten und innere Beweggründe. Nicht schimpfen, sondern Gründe erfragen und durch Liebe den anderen positiv verändern. Das ist der Weg zur Heiligkeit, wie uns Papst Johannes Paul II. als Jugendliche beim Weltjugendtag zugerufen hat oder auch den Paaren in seiner „Theologie des Leibes“

Cindy: Man sieht sich selbst nicht gut. Das übernimmt der Andere. Wir motivieren uns auch gegenseitig: Komm auf zur Hl. Messe, komm lass uns beten.

Wolfgang: Wir versuchen 3x täglich zu beten und 2x pro Woche zur Hl. Messe zu kommen. Einmal möchten wir auch mit dem Fahrrad den Jakobsweg machen.

Ich wünsche mir, dass alle Bischöfe gemeinsam hinter uns stehen und uns so unterstützen den Glauben zu leben.

Cindy: Ich wünsche mir, dass besser und öfter erklärt wird, was Liebe und Ehe bedeuten. Weniger über irgendwelche neuen Forderungen, sondern über das Eigentliche soll es Information und Predigten geben. Die Priester sollen lehren, das normale katholische Leben zu begründen, das würde uns helfen.

Veröffentlicht unter   

Natur der Familie vom Plan Gottes her

Die außerordentliche Synode der Bischöfe im Oktober 2015 in Rom hat das Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“.

Die Familie war in der kommunistischen und nationalsozialistischen Diktatur der letzte Rückzugsort, in der die Mitglieder der Familie offen und frei miteinander reden konnten. Deswegen versuchten diese Regime die Kinder und Jugendlichen in den Griff zu bekommen, um die Familie von innen zu zerstören. In den westlichen Konsumgesellschaften gibt es heute auch das Bestreben, die Familie über die Genderideologie und die Frühsexualisierung aufzubrechen. Was die Familie von ihrer Natur her im Plan Gottes ist, sagt uns die Kirche:

 

Die Ehegemeinschaft beruht auf dem Konsens der Gatten, ihrem gegenseitigen Einverständnis. Ehe und Familie sind auf das Wohl der Gatten sowie auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hinge ordne [Vgl. Dtn 5,16.]. Die Liebe der Gatten und die Zeugung von Kindern lassen zwischen den Familienmitgliedern persönliche Beziehungen und grundlegende Verantwortung entstehen.

Ein Mann und eine Frau, die miteinander verheiratet sind, bilden mit ihren Kindern eine Familie. Diese Gemeinschaft geht jeder Anerkennung durch die öffentliche Autorität voraus; sie ist ihr vorgegeben. Man muß sie als die normale Beziehungsgrundlage betrachten, von der aus die verschiedenen Verwandtschaftsformen zu würdigen sind.

Indem Gott Mann und Frau erschuf, hat er die menschliche Familie gegründet und ihr die Grundverfassung gegeben. Ihre Glieder sind Personen gleicher Würde. Zum Gemeinwohl der Familienmitglieder und der Gesellschaft gibt es in der Familie verschiedene Verantwortungen, Rechte und Pflichten.

Quelle

Veröffentlicht unter   

Zusammenleben auf Probe

Papst Johannes Paul II. hat einmal geäußert: „Man kann nicht auf Probe leben oder sterben“. Er wollte damit auch ausdrücken, dass „auf Probe zusammenleben“ gegen die Würde des Partners verstößt. Die katholische Kirche will mit ihrer Ehelehre die Menschen in ihrer Würde schützen. Sie drückt das klar aus:

„Ein Verhältnis liegt dann vor, wenn ein Mann und eine Frau sich weigern, ihrer auch die sexuelle Intimität einbegreifenden Beziehung eine öffentliche Rechtsform zu geben.

Der Ausdruck „freie Liebe“ ist trügerisch: Was kann ein Liebesverhältnis bedeuten, bei dem die beiden Partner keine gegenseitigen Verpflichtungen eingehen und damit bezeugen, daß sie weder auf den Partner noch auf sich selbst noch auf die Zukunft genügend vertrauen?

Der Ausdruck „Verhältnis“ bezeichnet unterschiedliche Situationen: Konkubinat, Ablehnung der Ehe als solcher und Unfähigkeit, sich durch langfristige Verpflichtungen zu binden [Vgl. FC 81]. Alle diese Situationen verletzen die Würde der Ehe; sie zerstören den Grundgedanken der Familie; sie schwächen den Sinn für Treue. Sie verstoßen gegen das moralische Gesetz: Der Geschlechtsakt darf ausschließlich in der Ehe stattfinden; außerhalb der Ehe ist er stets eine schwere Sünde und schließt vom Empfang der Heiligen Kommunion aus.

Manche, die zu heiraten beabsichtigen, beanspruchen heute eine Art Versuchsrecht. Wenn auch der Wille zur Heirat fest ist, besteht doch die Tatsache, daß verfrühte geschlechtliche Beziehungen „keineswegs die Aufrichtigkeit und die Treue der zwischenmenschlichen Beziehungen von Mann und Frau zu gewährleisten noch sie vor allem gegen Laune und Begierlichkeit zu schützen vermögen“ (CDF, Erkl. „Persona humana“ 7). Die leibliche Vereinigung ist nur dann moralisch zu rechtfertigen, wenn zwischen dem Mann und der Frau eine endgültige Lebensgemeinschaft gegründet worden ist. Die menschliche Liebe läßt den bloßen „Versuch“ nicht zu. Sie verlangt eine endgültige und ganze gegenseitige Hingabe der beiden Partner [Vgl. FC 80].“

Quelle

Veröffentlicht unter   

Gegen die Wegwerfgesellschaft

Wer keine Wegwerfgesellschaft bei den Menschen möchte, der versteht auch, dass man Ehepartner nicht weggeben kann, wie ein abgetragenes Kleidungsstück. Die Kirche verbindet die lebenslange Treue mit der endgültigen Liebe Gottes zu den Menschen.

„Sich lebenslang an einen Menschen binden, kann schwierig, ja unmöglich erscheinen. Umso wichtiger ist es, die frohe Botschaft zu verkünden, daß Gott uns mit einer endgültigen, unwiderruflichen Liebe liebt, daß die Gatten an dieser Liebe teilhaben, daß diese sie trägt und stützt, und daß sie durch ihre Treue Zeugen der treuen Liebe Gottes sein können. Die Gatten, die mit der Hilfe Gottes in oft sehr schwierigen Verhältnissen dieses Zeugnis geben, verdienen den Dank und den Beistand der kirchlichen Gemeinschaft“

Quelle

Veröffentlicht unter   

Unauflöslichkeit der Ehe

Nach Papst Franziskus leben wir in einer Wegwerfgesellschaft. Was wir nicht mehr wollen oder brauchen wird weggeworfen und so entsorgt. Das ist inzwischen bei Verpackungen und sonstigem Müll zu einem Problem geworden. Wie ist das aber bei Menschen? Werden bei uns nicht auch Alte, Kranke, Behinderte – und auch Ehepartner entsorgt? Das ist inhuman? Aber es geschieht? Die Kirche will keine Wegwerfgesellschaft, die Menschen entsorgt und ist deswegen auch für die Unauflöslichkeit einer gültig geschlossenen Ehe. Warum das so ist sagt uns die Kirche und begründet das so:

 

Die Treue in der ehelichen Liebe (Quellle)
Die eheliche Liebe verlangt von Natur aus von den Gatten unverletzliche Treue. Das ergibt sich aus der gegenseitigen Hingabe, in der die beiden Gatten sich einander schenken. Liebe will endgültig sein. Sie kann nicht bloß „bis auf weiteres“ gelten. „Diese innige Vereinigung als gegenseitiges.

Sich schenken zweier Personen wie auch das Wohl der Kinder verlangen die unbedingte Treue der Gatten und fordern ihre unauflösliche Einheit“ (GS 48,1).

Der tiefste Grund liegt in der Treue Gottes zu seinem Bund und in der Treue Christi zu seiner Kirche. Durch das Sakrament der Ehe werden die Gatten fähig, diese Treue zu leben und sie zu bezeugen. Durch das Sakrament erhält die Unauflöslichkeit der Ehe einen neuen, tieferen Sinn.

Quelle:
In seiner Predigttätigkeit lehrte Jesus unmißverständlich den ursprünglichen Sinn der Vereinigung von Mann und Frau, wie sie der Schöpfer zu Beginn gewollt hatte: Die von Mose gegebene Erlaubnis, seine Frau zu verstoßen, sei ein Entgegenkommen gegenüber der Herzenshärte gewesen [Vgl. Mt 19,8]; die eheliche Vereinigung von Mann und Frau sei unauflöslich – Gott selbst habe sie geschlossen: „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mt 19,6).

Dieses nachdrückliche Bestehen auf der Unauflöslichkeit des Ehebandes hat Ratlosigkeit hervorgerufen und ist als eine unerfüllbare Forderung erschienen. Jesus hat jedoch den Gatten keine untragbare Last aufgebürdet [Vgl. Mt 11,29-30], die noch drückender wäre als das Gesetz des Mose. Durch die Wiederherstellung der durch die Sünde gestörten anfänglichen Schöpfungsordnung gab er selbst die Kraft und die Gnade, die Ehe in der neuen Gesinnung des Reiches Gottes zu leben. Wenn die Gatten Christus nachfolgen, sich selbst verleugnen und ihr Kreuz auf sich nehmen [Vgl. Mk 8,34], werden sie den ursprünglichen Sinn der Ehe „erfassen“ [Vgl. Mt 19,11.] und ihn mit Hilfe Christi auch leben können. Diese Gnade der christlichen Ehe ist eine Frucht des Kreuzes Christi, der Quelle allen christlichen Lebens.

Quelle:
Jesus ist gekommen, um die Schöpfung in der ursprünglichen Reinheit wiederherzustellen. In der Bergpredigt legt er den Plan Gottes entschieden aus: „Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen“ (Mt 5,27-28). Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen [Vgl. Mt 19,6.].

Die Überlieferung der Kirche hat das sechste Gebot als auf die gesamte menschliche Geschlechtlichkeit bezogen verstanden.

Quelle:
Das sittliche Bewußtsein für die Einheit und Unauflöslichkeit der Ehe hat sich in der Schule des alttestamentlichen Gesetzes entwickelt. Zwar wird die Polygamie der Patriarchen und Könige noch nicht ausdrücklich zurückgewiesen. Doch das dem Mose gegebene Gesetz zielt darauf ab, die Frau vor der Willkürherrschaft des Mannes zu schützen. Und doch weist das Gesetz, wie Jesus sagte, noch die Spuren der „Herzenshärte“ des Mannes auf, deretwegen Mose die Verstoßung der Frau zugelassen hat [Vgl. Mt 19,8; Dtn 24,1].

Quelle:
Jesus betonte die ursprüngliche Absicht des Schöpfers, der wollte, daß die Ehe unauflöslich sei. Er hob die Duldungen auf, die sich in das alte Gesetz eingeschlichen hatten [Vgl. Mt 19,7].

Veröffentlicht unter   

Gegenseitiges Spenden des Ehesakramentes

Gelegentlich hört man die Meinung: Am Traualtar spendet der Pfarrer das Ehesakrament.
Und, weil man mit dem Pfarrer lieber nichts zu tun haben will, verzichtet man darauf.
Richtig ist, dass sich die Brautleute mit ihrem gegenseitigen Versprechen das Ehesakrament spenden.
Die Kirche sagt dazu: „In der lateinischen Kirche ist man allgemein der Auffassung, daß die Brautleute selbst als Übermittler der Gnade Christi einander das Ehesakrament spenden, indem sie vor der Kirche ihren Ehewillen erklären. In den östlichen Liturgien wird dieses Sakrament, das „Krönung“ genannt wird, durch den Priester oder Bischof gespendet. Nachdem dieser den gegenseitigen Konsens der Brautleute entgegengenommen hat, krönt er zumZeichen des Ehebundes den Bräutigam und die Braut.“

Quelle

Veröffentlicht unter   

Warum ist auch bei gegenseitiger Liebe eine Vorbereitung auf die Ehe wichtig?

Antwort der Kirche:

Damit das Ja der Brautleute ein freier, verantwortlicher Akt ist und damit der Ehebund feste und dauerhafte menschliche und christliche Grundlagen hat, ist die Vorbereitung auf die Ehe höchst wichtig.

Das Beispiel und die Erziehung durch Eltern und Familien bleiben die beste Vorbereitung.

Die Seelsorger und die christliche Gemeinde als eine „Familie Gottes“ spielen bei der Weitergabe der menschlichen und christlichen Werte der Ehe und der Familie eine unersetzliche Rolle [Vgl. [link] CIC, can. 1063], und zwar umsomehr, als in unserer Zeit viele junge Menschen das Zerbrechen von Ehen erleben müssen, so daß diese Vorbereitung nicht mehr genügend gewährleistet ist.

„Jugendliche sollen über die Würde, die Aufgaben und den Vollzug der ehelichen Liebe am besten im Kreis der Familie selbst rechtzeitig in geeigneter Weise unterrichtet werden, damit sie, an keusche Zucht gewöhnt, im entsprechenden Alter nach einer ehrenhaften Brautzeit in die Ehe eintreten können“ (GS 49,3).

Quelle

Was sagt Papst Franziskus zur Ehe? (Zitate auf der Homepage des Bistums Regensburg)

„Denn was ist die Ehe? Eine richtige Berufung, genauso wie es das Priesteramt und das Ordensleben sind. Zwei Christen, die heiraten, haben in ihrer Liebesgeschichte den Ruf des Herrn erkannt; die Berufung, aus zwei Menschen, einem Mann und einer Frau, ein Fleisch, ein Leben werden zu lassen. Und das Sakrament der Ehe umhüllt diese Liebe mit der Gnade Gottes, verankert sie in Gott selbst. Dieses Geschenk, die Gewissheit dieses Rufes ist ein sicherer Ausgangspunkt, man braucht sich vor nichts zu fürchten; gemeinsam kann man alles bewältigen!“  (Begegnung mit der umbrischen Jugend in Assisi, 04.10.2013)

Weiterlesen

Veröffentlicht unter   

Kinder sind ein Geschenk!

Leider gibt es Ehepaare, die ungewollt kinderlos sind. Wie äußert sich die Kirche zu
Unfruchtbarkeit, künstlicher Befruchtung und medizinischen Techniken, die heute
propagiert werden?

 

Die Heilige Schrift und die kirchliche Überlieferung sehen in kinderreichen Familien ein Zeichen des göttlichen Segens und der Großzügigkeit der Eltern [Vgl. GS 50,2].

Keine Kinder bekommen zu können, ist für Eheleute ein schweres Leid. „Herr, mein Herr, was willst du mir schon geben? Ich gehe doch kinderlos dahin . . .„ (Gen 15,2). „Verschaff mir Söhne! Wenn nicht, sterbe ich“schreit Rahel ihrem Gatten Jakob zu (Gen 30,1).

Forschungsarbeiten zur Behebung der Unfruchtbarkeit sind zu ermutigen, vorausgesetzt, daß sie „im Dienst der menschlichen Person stehen, ihrer unveräußerlichen Rechte sowie ihres wahren und ganzheitlichen Wohls gemäß dem Plan und dem Willen Gottes“ (DnV intr. 2).

Techniken, die durch das Einschalten einer dritten Person (Ei- oder Samenspende, Leihmutterschaft) die Gemeinsamkeit der Elternschaft auflösen, sind äußerst verwerflich. Diese Techniken (heterologe künstliche Insemination und Befruchtung) verletzen das Recht des Kindes, von einem Vater und einer Mutter abzustammen, die es kennt und die miteinander ehelich verbunden sind. Sie verletzen ebenso das Recht beider Eheleute, „daß der eine nur durch den anderen Vater oder Mutter wird“ (DnV 2,1).

Quelle

Veröffentlicht unter   

Die Ehe ist nach katholischem Glauben eines der sieben Sakramente. Was heißt das?

Die Sakramente des Neuen Bundes sind von Christus eingesetzt. Es gibt sieben Sakramente: die Taufe, die Firmung, die Eucharistie, die Buße, die Krankensalbung, die Weihe und die Ehe. Diese sieben Sakramente betreffen alte Stufen und wichtigen Zeitpunkte im Leben des Christen: sie geben dem Glaubensleben der Christen Geburt und Wachstum, Heilung und Sendung. Es besteht also eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Stufen des natürlichen Lebens und den Stufen des geistlichen Lebens [Vgl. Thomas v. A., s. th, 3,65,1].

Quelle

Veröffentlicht unter   

Was sagt die Heilige Schrift über die Ehe?

Die Heilige Schrift sagt, daß Mann und Frau füreinander geschaffen sind: „Es ist nicht gut, daß der Menschallein bleibt“ (Gen 2,18). Die Frau ist „Fleisch von seinem Fleisch“ [Vgl. Gn 2,23], das heißt: sie ist seinGegenüber, ihm ebenbürtig und ganz nahestehend. Sie wird ihm von Gott als eine Hilfe [Vgl. Gn 2,18. 20]gegeben und vertritt somit Gott, in dem unsere Hilfe ist [Vgl. Ps 121,2]. „Darum verläßt der Mann Vater undMutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch“ (Gen 2,24). Daß dies eine unauflösliche Einheitdes Lebens beider bedeutet, zeigt Jesus selbst, denn er erinnert daran, was „am Anfang“ der Plan Gottes war: „Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins“

Veröffentlicht unter   

Was Ehe in der Verkündigung Jesu bedeutet

Zu Beginn seines öffentlichen Lebens wirkte Jesus – auf die Bitte seiner Mutter hin – bei einem Hochzeitsfest sein erstes Zeichen [Vgl. Joh 2,1-11]. Die Kirche mißt der Teilnahme Jesu an der Hochzeit von Kana große Bedeutung bei. Sie erblickt darin die Bestätigung dafür, daß die Ehe etwas Gutes ist, und die Ankündigung, daß die Ehe fortan ein wirksames Zeichen der Gegenwart Christi sein wird.

In seiner Predigttätigkeit lehrte Jesus unmißverständlich den ursprünglichen Sinn der Vereinigung von Mann und Frau, wie sie der Schöpfer zu Beginn gewollt hatte: Die von Mose gegebene Erlaubnis, seine Frau zu verstoßen, sei ein Entgegenkommen gegenüber der Herzenshärte gewesen [Vgl. Mt 19,8]; die eheliche Vereinigung von Mann und Frau sei unauflöslich – Gott selbst habe sie geschlossen: „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mt 19,6).

Dieses nachdrückliche Bestehen auf der Unauflöslichkeit des Ehebandes hat Ratlosigkeit hervorgerufen und ist als eine unerfüllbare Forderung erschienen. Jesus hat jedoch den Gatten keine untragbare Last aufgebürdet [Vgl. Mt 11,29-30], die noch drückender wäre als das Gesetz des Mose. Durch die Wiederherstellung der durch die Sünde gestörten anfänglichen Schöpfungsordnung gab er selbst die Kraft und die Gnade, die Ehe in der neuen Gesinnung des Reiches Gottes zu leben. Wenn die Gatten Christus nachfolgen, sich selbst verleugnen und ihr Kreuz auf sich nehmen [Vgl. Mk 8,34], werden sie den ursprünglichen Sinn der Ehe „erfassen“ [Vgl. Mt 19,11.] und ihn mit Hilfe Christi auch leben können. Diese Gnade der christlichen Ehe ist eine Frucht des Kreuzes Christi, der Quelle allen christlichen Lebens.

Der Apostel Paulus macht das begreiflich, wenn er sagt: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie … rein und heilig zu machen“ (Eph 5, 25-26). Und er fügt gleich hinzu: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche“ (Eph 5,31-32).
Quelle

Veröffentlicht unter   

Was ist die Ehe in der Schöpfungsordnung? Nur eine menschliche Institution oder von Gott gestiftet?

„Die innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe in der Ehe [wurde] vom Schöpfer begründet und mit eigenen Gesetzen geschützt … Gott selbst ist Urheber der Ehe“ (GS 48,1). Die Berufung zur Ehe liegt schon in der Natur des Mannes und der Frau, wie diese aus den Händen des Schöpfers hervorgegangen sind. Die Ehe ist nicht eine rein menschliche Institution, obwohl sie im Lauf der Jahrhunderte je nach den verschiedenen Kulturen, Gesellschaftsstrukturen und Geisteshaltungen zahlreiche Veränderungen durchgemacht hat. Diese Unterschiede dürfen nicht die bleibenden und gemeinsamen Züge vergessen lassen. Obwohl die Würde dieser Institution nicht überall mit der gleichen Klarheit aufscheint [Vgl. GS 47,2], besteht doch in allen Kulturen ein gewisser Sinn für die Größe der ehelichen Vereinigung, denn „das Wohl der Person sowie der menschlichen und christlichen Gesellschaft ist zuinnerst mit einem Wohlergehen der Ehe- und Familiengemeinschaft verbunden“ (GS 47,1).
Quelle

Veröffentlicht unter   

Versuchungen, denen alle ausgesetzt sind
Zur Weihnachtsansprache von Papst Franziskus an die Mitglieder der Kurie

Papst Franziskus hat am 22. Dez. im traditionellen Weihnachtsempfang für die römische Kurie zur Gewissenserforschung, wie sie vor dem Bußsakrament üblich ist, aufgerufen. Die Medien haben daraus das gemacht, was der Medienexperte Prof. Norbert Bolz einmal so charakterisiert hat: „Wenn man über Jahrzehnte die Praxis der Massenmedien beobachtet, dann weiß man… es geht auch nicht so sehr um Aufklärung, sondern um Skandale und Sensationen, um das Empörungspotential von Entscheidungen. Dieses Potential wird ausgebeutet. Das ist die Logik der Massenmedien“.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter