Die heutige Kirchenkrise ist eine Autoritätskrise

Der Zustand der katholischen Kirche (Gottesdienstbesuch, Sakramentenempfang, Berufungen) ist aus der Statistik gut ersichtlich. Das ist aber nur die quantitative Seite. Über die qualitative Dimension hat sich der junge Theologieprofessor Joseph Ratzinger 1958 (!) geäußert, als er sagte: „Die Statistik täuscht. Das dem Namen nach christliche Europa ist seit langem zur Geburtsstätte eines neuen Heidentums geworden, das im Herzen der Kirche selbst unaufhaltsam wächst und sie von innen heraus auszuhöhlen droht […]“, d.h. dass die Betroffenen „sich nicht mehr einfach den Glauben zueignen, sondern eine sehr subjektive Auswahl aus dem Bekenntnis der Kirche zu ihrer eigenen Weltanschauung machen“ („Hochland“ 1,59). Weiterlesen

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Vorbilder braucht unsere Zeit: Es gibt sie!

Am 16. Dezember wurde im Münchner Liebfrauendom der Seligsprechungsprozess für den Journalisten Fritz Gerlich eröffnet. Kardinal Marx verglich Gerlich in seiner Predigt mit Johannes dem Täufer: „Johannes sei kein unbeteiligter Zeuge gewesen, sondern ein Märtyrer, der selbst betroffen gewesen sei und aus tiefer Überzeugung gehandelt habe … Gerlich sei ein Mann auf der Suche gewesen … unter Einsatz seines Lebens habe er sich auf die Seite des Lichts gestellt und sein Leben für die Wahrheit riskiert“ (Tagespost, 19.12.2017). Weiterlesen

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Beispielhaftes Engagement

Mit Blick auf die meist leeren, vorderen Kirchenbänke für Kinder und Jugendliche, fragt mancher, wird für sie seitens der Kirche nichts getan? Dass es neben einem fehlenden Einsatz von Eltern solche Defizite gibt, kann kaum bestritten werden. Aber es gibt auch Beispiele eines großartigen Engagements von Priestern. Hier ein Beispiel. Weiterlesen

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Glauben und Glaubensvermittlung in allen Lebensphasen

Glauben ist mehr als eine intellektuelle Leistung. Es ist eine Herzenssache. „Brannte nicht das Herz in uns, als er mit uns sprach?“, sagten sich die Jünger von Emmaus. Mehr noch: Der Glaube ist die tiefste Leidenschaft im Menschen (Sören Kierkegaard). Deshalb fängt der Glaube auch da an, wo Emotionen beginnen. Das gilt schon für die Schwangerschaft und viel mehr noch für die frühe Kindheit. Denn Emotionen sind die Architekten des Gehirns (Bindungs-und Hirnforscher Stanley Greenspan). Wer früh eine Beziehung zu Gott aufbauen kann, den trägt diese Beziehung durchs Leben, erst recht wenn sie durch Vernunft und Lehre bereichert wird. Deshalb sind Eltern nicht nur die ersten Erzieher, sondern sie und/oder die Großeltern sind auch die ersten Vorbilder für einen gelebten Glauben und eine gelebte Glaubensbildung. In der Familie lernt der Mensch am eigenen Leib die göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung, Liebe. In ihr lernt er gläubig leben und sterben. Durch sie erfährt er das „Ur-Geschenk Liebe“ (Thomas von Aquin) und das Glück des Geliebtwerdens. In diesem Sinn ist die Familie auch das Abbild der Dreifaltigkeit.

Zu diesem Thema spricht Jürgen Liminski beim Kongress Freude am Glauben am 20.-22. Juli 2018 in Fulda. Melden Sie sich gleich an.

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