Menschenwürde und künstliche Befruchtung

Die Fortpflanzung gehört zu den zeit- und kulturunabhängigen Bedürfnissen der menschlichen Natur. Dass Mann und Frau sich danach sehnen, miteinander Vater und Mutter zu werden, ist Teil der menschlichen, geschlechtsbezogenen Identität. Rund 10 bis 15 Prozent der Paare, die sich Kinder wünschen, haben jedoch Schwierigkeiten, ohne ärztliche Hilfe schwanger zu werden. Die Legitimität einer medizinischen Intervention bei der Fortpflanzung hängt aber davon ab, dass sich der Arzt der Tatsache bewusst bleibt, dass er es nicht nur mit dem Kinderwunsch eines Paares, sondern mit dem Kind als einem dritten Subjekt zu tun hat. Das Kind als eigenständiges Subjekt, dem Menschenwürde zusteht, aber ist das große Tabu der assistierten Reproduktion. Mit der Menschenwürde und der aus ihr abgeleiteten Pflicht, alles zu unterlassen, was Leben, Freiheit und Gleichheit des Embryos existentiell bedroht, kollidieren mehrere Aspekte der künstlichen Befruchtung.

Mit der Verteidigung der Sexualität und des ehelichen Liebesaktes als einer leib-seelischen Einheit bringt die katholische Kirche zum Ausdruck, dass es eine Würde der menschlichen Fortpflanzung gibt, die gewiss vielfach missachtet wird, nicht nur in der künstlichen Befruchtung – die aber dennoch eine Voraussetzung gelingenden Lebens ist.

Zu diesem Thema spricht Prof. Dr. Manfred Spieker beim Kongress Freude am Glauben am 20.-22. Juli 2018 in Fulda. Melden Sie sich gleich an.

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Das neue Europa wurde auf den Fundamenten des christlichen Abendlandes gegründet

Das neue Europa der EU wurde auf den Fundamenten des christlichen Abendlandes gegründet. Es hatte, wie Papst Johannes Paul II. es einmal ausgedrückt hat, eine „Seele“. Dieses Fundament hat uns seit über 70 Jahren Frieden und Freiheit in dieser Gemeinschaft geschenkt, wofür wir dankbar sind. Aber dieses Fundament hat große Risse bekommen. Es gibt nicht einmal einen Gottesbezug in der Präambel des Verfassungsvertrages (Lissabon-Vertrag ), sondern stattdessen in der praktischen Politik eine deutlich wahrnehmbare Gottesferne bis hin zur Gottesfeindschaft.
Es ist die Aufgabe von uns Christen, an die christlichen Werte der Gründerzeit zu erinnern und uns für ihre Wiederbelebung einzusetzen.

Zu diesem Thema spricht Prof. Dr. Werner Münch, Ministerpräsident a.D. beim Kongress Freude am Glauben am 20.-22. Juli 2018 in Fulda. Melden Sie sich gleich an.

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Das Menschenbild bei den östlichen Kirchenvätern

Die östlichen Väter haben eine sehr hohe Wertschätzung der menschlichen Natur. Der Mensch ist geschaffen nach dem Abbild und Gleichnis Gottes (vgl. Gen 1,26-27). Er ist berufen sich selbst zu erkennen und sich als „göttliche Pflanze“ zu entfalten indem er den tiefsten Sehnsüchten seiner Natur folgt. Der Mensch lebt als Abbild Gottes, indem er seine Vernunft recht gebraucht und ein Leben der Tugend führt. Die Selbstachtung und Respektierung der eigenen „Ökologie“ ist für die Väter ein Weg zu Gott. Schon diese kurze Skizze zeigt wesentliche Unterschiede zu zeitgenössischen anthropologischen Ansätzen. Diese reduzieren die Frage nach dem Menschen auf seine wirtschaftliche Relevanz oder die Gender-Sex Debatte.

Zu diesem Thema spricht P. Dr. Martin Mayerhofer FSO beim Kongress Freude am Glauben am 20.-22. Juli 2018 in Fulda. Melden Sie sich gleich an.

 

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