„Das Lebenszeugnis der Christen erneuert die Welt“

Michaela Koller,
Kongress „Freude am Glauben“, 23. April 2016

„Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.“ 1 Kor 12, 26

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Diese Worte aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther beschreiben die christliche Gemeinschaft und rufen zur Einheit in der gegenseitigen und unterschiedslosen Anteilnahme auf, im Leid wie in der Freude. Für Christen ist dieser biblische Einheitsgedanke eine ewige Mahnung, den leidenden Brüdern und Schwestern beizustehen. Aus der Erkenntnis, dass schließlich alle Menschen gleich sind hinsichtlich ihrer Würde, und sie Personen mit gleichen Rechten sind, bemühen sich Christen – über die Konfessionsgrenzen hinweg gemeinsam – nach Kräften, von Unrecht Betroffenen Leid abzuwenden. Sie tun dies ohne Unterscheidung nach Religion oder anderer Merkmale wie Nationalität oder Geschlecht. Umgekehrt engagieren sich ebenso Angehörige aller Religionen und Nichtgläubige für die Verwirklichung des Rechts auf Glaubens- und Gewissensfreiheit. Die Organisation, für die ich tätig bin, die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte – kurz IGFM – setzt sich weltweit unterschiedslos für Religionsfreiheit ein. Dazu gehört das Recht auf Religionswechsel, ebenso wie das Recht auf Werbung für seinen eigenen Glauben. Weiterlesen

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Keine Umdeutung von Ehe und Familie!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

helfen wir bitte alle zusammen, dass das Fundament der Gesellschaft, nämliche Ehe und Familie, nicht durch die Uneinsichtigkeit und Willkür von Politikern in Europa zerstört wird. Der Sprecher des Forums Deutscher Katholiken, Hubert Gindert, bittet darum, im Internet unter

http://www.mumdadandkids.eu/de

zu unterschreiben oder ein Unterschriftenformular auszudrucken und Unterschriften zu sammlen..

Mit Segensgrüßen

i. A. Gerhard Stumpf

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Glaube und Humanität in einer alternden Gesellschaft

Prälat Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Roos, Bonn

 

Von Papst Paul VI. stammt der schöne Satz: „Die Kirche hat der Menschheit die Liebe Gottes und das ihr durch Christus gebrachte Heil zu verkünden; eben damit lässt sie aber das Licht des Evangeliums auch in Handel und Wandel der Menschen hineinstrahlen und hilft ihnen damit, dem, was Gott in seiner liebevollen Absicht mit ihnen vorhat, zu entsprechen und das Vollmaß dessen zu erreichen, was Ziel ihres eigenen Strebens ist“ (Octogesima adveniens 1). Statt in Handel und Wandel“ könnten man im Blick auf unser Thema sagen: in Leben und Sterben einer alternden Gesellschaft? Dabei geht es um drei Fragen: Wie werden wir älter? Wie wollen wir alt sein? Wie wollen wir sterben?

I.Wie werdem wir älter?

1.Unsere alternde Gesellschaft

Dass wir in einer alternden Gesellschaft leben, ergibt sich aus zwei demografischen Faktoren: der zunehmenden Lebenserwartung und der abnehmenden Geburtenhäufigkeit. Über die zunehmende Lebenserwartung macht Jörg Althammer, Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Katholischen Universität Eichstädt/Ingolstadt, auf einen oft übersehenen Aspekt besonders aufmerksam: Die mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnende fernere Lebenserwartung“ eines 65-jährigen Mannes liegt aktuell bei 18 Jahren, bei einer Frau beträgt sie 21 Jahre. Die so gewonnenen Lebensjahre“ sind in der Regel in der ersten Hälfte dieser Zeitspanne recht gesunde Lebensjahre“. Der Gesundheitszustand und die damit gegebene Erwerbsfähigkeit“ der Bevölkerung seien sogar noch etwas stärker gestiegen als die Lebenserwartung.“1 Weiterlesen

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Maria – Pforte zu neuer Hoffnung

Pfarrer Winfried Abel, Heiligenkreuz

 

Evangelisation als Hebammenkunst

Von Sokrates stammt das Wort „Hebammenkunst“. Hebammenkunst (Mäeutik) ist eine Form der Seelsorge und der Verkündigung.

Vor zwei Tagen begegnete mir ein junger Vietnamese, der aus einem heidnischen Umfeld stammt. Hier in Deutschland fand er zum katholischen Glauben. Der junge Mann berichtete mir, dass er bei der Vorbereitung auf die Taufe die überraschende Feststellung machte: „Das habe ich ja alles schon gewusst, das war ja alles schon in mir da!“ Das bereits „Gewusste“ musste bei ihm nur noch ins Bewusstsein gehoben werden.

Was dieser junge Mann erfahren hatte, gilt ganz allgemein! Auch die Verkündigung und Evangelisation der Kirche ist nichts anderes als „Hebammenkunst“, – den Menschen bewusst machen, was in ihnen schon da ist, was in ihnen bereits angelegt ist. Weiterlesen

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Stellungnahme des „Forums Deutscher Katholiken“ zum „Priestermangel“ in Deutschland

Unter der Überschrift „Gehen der katholischen Kirche die Priester aus?“ greifen selbst säkulare Medien das „Allzeittief“ von nur 58 Priesterweihen für alle deutschen Diözesen im Jahr 2015 auf. Die gleichen Medien nennen aber die eigentlichen Ursachen dieses Tiefpunktes nicht:

Kamen die Priesterkandidaten früher überwiegend aus kinderreichen Familien, in denen gebetet und ein katholisches Leben praktiziert wurde, so ist das bei modernen Familien mit 1,4 Kindern, denen selbst am Sonntag weithin die Bindung an die Kirche fehlt, anders geworden. Wo soll da eine Berufung zum Priestertum ansetzen?

Medien und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) präsentieren ohne lange Überlegung „Rezepte gegen den Priestermangel, aber keine Lösungen, z.B. Abschaffung des Zölibats, die Weihe bewährter Männer (viri probati), Frauendiakonat, „sakramentale Funktionen“ für Pastoralreferentinnen ( „vor allem die Krankensalbung“). Die Forderungen nach Frauendiakonat und Spendung solcher Sakramente, die Priestern vorbehalten sind, stammen aus dem Arsenal der Kirchenveränderer.

Die Formulierung „Import-Priester sind keine Lösung“ zeigt, dass es den selbsternannten Kirchensanierern nicht um die geweihten Priester geht. Sie verrät zudem fehlende Geschichtskenntnis. Deutschland wurde einmal durch iroschottische und angelsächsische Missionare wie Bonifatius und Gefährten, christianisiert. Warum nicht heute durch Priester aus Indien oder Schwarzafrika? Dort können die Priesterseminare nicht alle Priesterkandidaten aufnehmen! Es ist ja nicht „die Kirche“, der die Priester ausgehen. Das gilt für Westeuropa und Deutschland, einen besonders glaubensschwachem Teil der Weltkirche.

Die Lösung unserer Probleme liegt in der Stärkung jener Familien, die ihre Kinder wieder im christlichen Geist erziehen und so neues Leben in die Kirche bringen. Bis dahin sind wir für die „Import-Priester“ sehr dankbar!

 

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