19. Kongress „Freude am Glauben“ in Ingolstadt

Wir hatten den 19. Kongress „Freude am Glauben“ in Ingolstadt. Ingolstadt hat mit seiner alten Universität, zusammen mit den Wittelsbachern Entscheidendes für die Erhaltung und Bewahrung des katholischen Glaubens in der Reformationszeit und für die Selbstreform der Kirche in Deutschland getan. Im Mittelpunkt des geistigen Ringens stand die Universität. Dort lehrte seit 1510 Professor Johann Eck. Er war einer der größten Theologen seiner Zeit und Vorkämpfer des Katholizismus in Deutschland. 1549 kamen, berufen von den Herzögen, die ersten Jesuiten mit Petrus Canisius und Jakob Rem an die Universität. Diese Jesuiten waren erfüllt von rastlosem Seeleneifer.

Der diesjährige Kongress fand in einer Situation statt, die von Verwirrung, Frustration und Spaltung der Kirche charakterisiert ist. Aktuell hat die Situation mit den sexuellen Missbrauchsfällen zu tun. Die Gefahr ist, dass die Stimme der Kirche gerade dann ausfällt, wenn sie in einer ebenso gespaltenen Gesellschaft dringend gebraucht wird.

Wir wollen auch in dieser schwierigen Zeit zu unserer Kirche und zu den Bischöfen stehen, die angegriffen werden, weil sie an der unverfälschten Lehre festhalten.

Auch in unserer Zeit ist das Blut der Märtyrer Same für neue Christen. Die Zahl der dokumentierten Morde an Christen ist von 2782 im Jahr 2017 auf 4136 in 2018 gestiegen. Das Kreuz ist nicht harmlos. Wir sollten uns dazu bekennen.

Wir leben, wie man sagt, in einer „postheroischen“ Gesellschaft und haben weithin zu kämpfen verlernt. Benedikt XVI. hat dazu bemerkt “… Wir stehen in diesem Kampf, wenn es keinen Kampf gibt, gibt es kein Christentum“. Wir sind also zum Zeugnis aufgerufen.

In unserer Welt sind Christen, die sich an der Botschaft der Kirche orientieren, zu einer kleinen Herde geworden. Wir sollten den Mut haben, ganz von vorne und klein wieder anzufangen. Die kleine Zahl darf uns nicht abschrecken. Wir kennen die Bibelstelle, wo Abraham mit Gott ringt, Sodom vor der Zerstörung zu bewahren. Gott will die Stadt verschonen, wenn es noch zehn Gerechte dort gibt: „Das ist auch ein Symbol der ungeheuren Verantwortung des Einzelnen in dieser Zeit. Für ungezählte Millionen kann Einer Bürge sein“. (Ernst Jünger)

Für einen Neuanfang braucht es die Bereitschaft zur persönlichen Bekehrung, zu Mut und Schwung. Der Kongress „Freude am Glauben“ 2019 in Ingolstadt hat uns dazu wichtige Hinweise gegeben.

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