Podiumsteilnehmer

„Wie kann der Glaube in neuen Großraumpfarreien weiterleben?“

Domherr lic. theol. Christoph Casetti, Bischofsvikar in Chur (Moderation)

Christoph Casetti wurde 1943 in Zürich geboren, wo er auch die Primarschule und das Gymnasium besuchte. Nach der Matura (1962) studierte er je ein Jahr Philosophie in Rom und Paris. Das Theologiestudium absolvierte er in Münster/Westfalen (1973). 1974 wurde er in Chur zum Priester geweiht. Danach war er während acht Jahren in drei Pfarreien der Stadt Zürich als Vikar tätig. Seit 1982 arbeitet er in verschiedenen Funktionen im Ordinariat in Chur mit einem besonderen Schwerpunkt in pastoralen Fragen (Weitergabe des Glaubens, Ehe und Familie, Medien). Er ist seit 2002 Mitglied des Internationalen Rates für Katechese der Kleruskongregation. Publikationen: Neben vielen Artikeln veröffentlichte er den „Kleinen Familienkatechismus – Eine einfache Darstellung des katholischen Glaubens“ (Christiana-Verlag, Stein am Rhein) und – zusammen mit Maria Prügl – „Geheimnis ehelicher Liebe, Humanae vitae – 40 Jahre danach“ (Referat für Ehe und Familie der Erzdiözese Salzburg).

Pfarrer Christof Anselmann

Pfarrer Christof Anselmann ist 1981 in Hauenstein im Pfälzer Wald geboren, wo er mit neun Jahren seine Berufung zum Priester geschenkt bekam. Seit 1996 ist er bei JUGEND 2000 aktiv, seit 2010 auch bei Nightfever. Vor dem Studium in München und Eichstätt war er als Zivildienstleistender, als Erzieher im Internat und beim Rettungsdienst tätig. Seit 2002 koordiniert er als Gründer und geistiger Begleiter eine Gruppe junger Menschen, die als „AK-Medienapostolat e.V.“ katholische Medien verbreitet, sowie Veranstaltungen organisiert und ausstattet. So engagiert er sich auch gerne für unser Forum. 2008 wurde er zusammen mit fünf weiteren Kandidaten in Speyer zum Priester geweiht. Er wirkt zur Zeit in sieben Pfarreien, sowie als Religionslehrer und im Notdienst.

„Habt keine Angst die Heiligen des neuen Jahrtausends zu sein“ „ihr seid die Visitenkarte Christi“. Durch diese Worte des Papstes bei den Weltjugendtagen angespornt suche ich als Christusträger Möglichkeiten, Jesus in unsere Welt zu tragen, die sich so vieles einredet aus Ideologie und falscher Angst vor Jesus. Jesus ist mir dabei Freund, Gott, Wegweiser und Ziel. Für Jesus arbeiten heißt für Jesus leben! Es bedeutet Bruder und Schwester zu sein – vielleicht mehr als durch Geburt. Es bedeutet sich hingeben und so manches wird selbstverständlich, was andere für verrückt halten: Verzicht wird zur Herausforderung, Last zu Lachen, Arbeit zur Freude und Gebet zu Freundschaft. Wer versteht, was es bedeutet, spartanisch zu leben, das Beste zu geben, bis ans Limit zu gehen und nach Tagen der Arbeit, gerade deshalb, erholt und von Herzen froh wieder in die normalen Aufgaben zu gehen, der versteht schon etwas von der Wirkung, die Neuevangelisation auf mich hat. Egal ob in der Pfarrei oder beim Projekt, immer ist Christus in den Sakramenten, besonders in der Eucharistie, Kraftquelle und Höhepunkt.

Paul Fladung

Paul Fladung wurde am 25.01.1953 in Fulda als drittes von neun Kindern geboren und wuchs in einem christlichen Elternhaus auf. Nach der Hauptschule machte er die Ausbildung zum Elektriker und besuchte die Abendrealschule. 1977 folgte die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Heute ist er Gruppenleiter in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Er heiratete 1980 und hat zwei Söhne. 2002 erfolgte die Trennung, 2004 die Scheidung. Paul Fladung ist Mitglied des Pfarrgemeinderates und Leiter bei „Pfarrzellen“. Er besuchte lange Jahre die Magnificattreffen, half bei Seminaren mit Bischofsvikar Casetti und stellte die Magnificattreffen beim Kongress Freude am Glauben, bei Radio Horeb, bei Radio Maria Schweiz und der Gemeinschaft Emanuel vor. Er selbst ist Mitglied in der Gemeinschaft Magnificat seit deren Gründung 2013.

Alexandra Maria Linder M.A.

Alexandra Maria Linder ist Jahrgang 1966 und stammt aus Kärnten. Sie ist römisch-katholisch, verheiratet und hat drei Kinder. Nach einer touristischen Berufsausbildung und dem Studium der Romanischen Philologie und Ägyptologie mit Abschluss Magister Artium machte sie sich als Übersetzerin, Lektorin und Dozentin selbständig. Außerdem ist sie journalistisch, unter anderem für das Vatican-Magazin, tätig, arbeitet als Moderatorin, hält Vorträge und schreibt Bücher zu Lebensrechtsthemen (Geschäft Abtreibung 2009, Lebensrecht 2011). 1992 trat Linder der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. bei, ist dort seit vielen Jahren im Bundesvorstand und wurde im Juni 2016 zur Bundesvorsitzenden des Vereins gewählt. 2001 gründete sie das Projekt „vitaL – Es gibt Alternativen“, eine bundesweite Notruf- und E-Mail-Beratungsmöglichkeit für Schwangere und ihre Familien.

Pfarrer Michael Theuerl

Pfarrer Michael Theuerl wurde am 12.06.1958 in Altlandsberg/Ostdeutschland geboren. Er besuchte zehn Jahre lang die Schule an seinem Wohnort Herzfelde. Von 1975 bis 1978 bereitete er sich auf das Abitur im Spätberufenenseminar „Norbertinum“ in Magdeburg vor. 1978 bis 1983 widmete er sich dem philosophisch-theologischen Studium im Priesterseminar Erfurt. 1983/84 absolvierte er das Pastoralseminar Neuzelle und wurde dam 30.06.1984 in der St. Hedwigskathedrale Berlin durch Joachim Kardinal Meisner zum Priester geweiht. Anschließend war er drei Jahre Kaplan in Berlin-Köpenick und von 1987 bis 1992 Sekretär der Berliner Kardinäle Joachim Meisner und Georg Sterzinsky. 1993/94 wurde er Sekretär bei Bischof Joseph Werth in Sibirien und übte anschließend verschiedene Tätigkeiten aus: Kanzler der Kurie, Leitung des Ordensreferates, Päpstliches Werk für geistliche Berufe, Aushilfsregens im Priesterseminar Berlin, Krankenhauspfarrer im St. Joseph-Krankenhaus Berlin, Beichtvater im Priesterseminar „Redemptoris Mater“, Fatima-Apostolat,… Seit 1998 ist er Pfarrer in Sanctissima Eucharistia Teltow (Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf-Großbeeren, 5500 Katholiken).

Eine besondere Freude für mich: Erstens. Es gibt viele weltkirchliche Kontakte und Glaubenszeugnisse, von denen ich leben darf: Russland, Ukraine, Tschechien (viele geheime Weihen in der kommunistischen Zeit durch Kardinal Meisner), Polen, Rumänien,… Zweitens. Ich habe viele Kontakte mit jungen Menschen auf dem Weg zum Priestertum.