Presseerklärungen 2012

Unser Engagement ist gefordert

Zu kämpfen lohnt sich! Am 21. November 2012 sollte der maltesische Außenminister Tonio Borg als EU-Kommissar für das Gesundheitswesen wegen seiner persönlichen religiösen Haltung verhindert werden. Der energische Protest von Christen aus Europa hat erreicht, dass sich die Mehrheit der Straßburger EU-Abgeordneten dann dennoch für ihn ausgesprochen hat. Das war nicht nur der Sieg der Kompetenz über die Intoleranz, sondern auch das Ergebnis des großartigen Engagements der Christen für Tonio Borg.

Nun stehen wir wieder vor einer großen Herausforderung: Dem Bundestag liegt ein Gesetzesantrag auf assistierten Suizid vor, der bereits am 31. Januar nach der dritten Lesung zur Abstimmung kommen wird. Der Mensch braucht in Alter und Krankheit und auf seinem letzten Lebensweg Hilfe und Zuwendung, aber nicht die Giftspritze. Sich selbst umzubringen ist keine heroische Tat. Heldenhaft ist es vielmehr sein Schicksal anzunehmen, wie uns das Papst Johannes Paul II. beispielhaft vorgelebt hat. Suizid bedeutet keinen Sieg für Selbstbestimmung und Freiheit. Er ist immer eine menschliche Niederlage!

Das „Forum Deutscher Katholiken“ fordert alle Christen und Menschen guten Willens auf, sich an die Bundestagsabgeordneten zu wenden und sie eindringlich zu bitten, gegen aktive Sterbehilfe in jeder Form zu stimmen. Das „Forum Deutscher Katholiken“ unterstützt alle Initiativen, die den assistierten Suizid verhindern.

Schreiben Sie bitte an Ihren Bundestagsabgeordneten mit cc an Frau Merkel/Herrn Kauder/Herrn Singhammer/Herrn Norbert Geis
angela.merkel@bundestag.de
johannes.singhammer@bundestag.de
volker.kauder@bundestag.de
norbert.geis@wk.bundestag.de

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Aufruf des Forums Deutscher Katholiken

Atheisten-, Homosexuellen- und Abtreibungslobby haben zum Sturm auf den bekennenden Christen Dr. Tonio Borg von der Insel Malta geblasen, der sich um das Amt des EU-Kommissars für Gesundheit bewirbt. Borg, der persönlich christliche Werte und Positionen vertritt, soll als Christ verhindert werden und sieht sich seit längerer Zeit einer unglaublichen Hetzkampagne durch die oben genannten Gruppierungen ausgesetzt. In seiner Anhörung vor den zuständigen Ausschüssen des EU-Parlamentes hielt er souverän den Anwürfen stand.

Dieses ganze Vorgehen erinnert in fataler Weise an die Behandlung des bekennenden Katholiken Rocco Buttiglione, den dieselben Gruppierungen mit ähnlichen haltlosen Vorwürfen 2004 als EU-Kommissar verhindert hatten.

Dieses darf sich nicht wiederholen!

Hier wird äußerste Intoleranz im Namen der Toleranz ausgeübt und die Gewissens- und Meinungsfreiheit, in der EU-Charta garantiert, mit Füßen getreten von den Gruppen, die Jahrzehnte lang laut Toleranz und Freiheit der Meinung eingefordert hatten.

Die Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit führt in den Gesinnungsterror und letztlich zum Ende der Demokratie, wenn einer politischen Richtung erlaubt wird, ihre Meinung allen anderen aufzuzwingen.

Gerade Christen sehen sich in den letzten Jahren diesem Meinungsterror zunehmend ausgesetzt.

Das Forum Deutscher Katholiken ruft alle Christen und Menschen guten Willens auf, sich an die Abgeordneten des Europaparlaments zu wenden und sie höflich dazu aufzufordern, am Mittwoch den 21.11.12 für Dr. Tonio Borg aus Malta als Gesundheitskommissar zu stimmen, weil er erstens sehr kompetent ist und zweitens seine persönlichen Ansichten legitim sind und nicht mit seiner Arbeit vermischt werden dürfen.

Mails an die Fraktionen des Europaparlaments über www.europarl.europa.eu

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Stellungnahme des Forums Deutscher Katholiken zur Priesterinitiative in der Diözese Augsburg

Eine Initiative von 43 Priestern in der Diözese Augsburg geht mit dem Motto „Mit brennender Sorge“ an die Öffentlichkeit. Dieses Motto ist ein Plagiat, das der bekannten Enzyklika gegen den Nationalsozialismus abgekupfert ist. Die Priesterinitiative will in einer Diskussion mit dem Diözesanbischof „Reformen in Gang bringen“. Sie geht dazu erst in die Öffentlichkeit, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Ist das guter Stil und die Voraussetzung für Gespräche?

Die Priesterinitiative will „Entfremdung der Kirche von den Gläubigen verhindern“ und ist deswegen gegen eine „fatale Großraumplanung“, d. h. gegen die Bildung von Pfarreiengemeinschaften. Diese haben ihren Grund in der fehlenden Zahl an Priestern. Haben die 43 Pfarrer in ihren Gemeinden schon einmal verdeutlicht, dass die Priester, die die Gemeinden brauchen, aus den Familien kommen müssen? Haben sie junge Menschen angesprochen und bei diesen für den Priesterberuf geworben? Oder soll der Priestermangel dafür herhalten, priesterlose Gottesdienste an Sonntagen durchzusetzen?

Die Priesterinitiative will geschiedene Wiederverheiratete zur Kommunion zulassen. „In unserer Diözese reichen viele Pfarrer den wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion“. Diesen Pfarrern ist bekannt, dass sie damit nicht nur gegen das Kirchenrecht, sondern auch gegen die eindeutige Aussage Jesu verstoßen (Mt 5,31-32; 19,3-9; Lk 16,18; Mk 10,4-9). Die Ehe ist nicht, wie Die Augsburger Allgemeine vom 20.10.12 meint „nach katholischem Recht unauflöslich“, sondern nach dem Wort Jesu.

Zur Lösung der Probleme spricht sich die Priesterinitiative für „synodale Strukturen“ aus. „Da kann die evangelische Kirche durchaus Vorbild sein.“ Aber nur wer erfahrungsresistent ist, kann übersehen, dass die evangelische Kirche die „Entfremdung“ ihrer Gläubigen trotz synodaler Strukturen nicht verhindern konnte. Ihr kehrten in den letzten Jahrzehnten wesentlich mehr Gläubige den Rücken zu als in der katholischen Kirche.

Aufschlussreich ist die Tatsache, dass sich kaum junge Priester der Initiative angeschlossen haben.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Erklärung des Forums Deutscher Katholiken zu „Ökumene jetzt“

Der Aufruf einiger Politiker und weiterer Personen zur „Überwindung der Kirchentrennung“ trotz bestehender tiefgreifender Unterschiede in der Frage der Sakramente, im Ämter- und Kirchenverständnis beruht auf einem politischen Missverständnis von Glaube und Ökumene. Es handelt sich nicht um “historisch gewachsene konfessionelle Unterschiede“. Diese stehen vielmehr am Anfang der Spaltung und sind bis heute noch nicht überwunden.

Die Unterzeichner fordern praktische Fortschritte und rasche konkrete Ergebnisse. Sie mogeln sich an der Pflicht der Christen vorbei, in einer säkularisierten Welt persönlich Zeugnis für den christlichen Glauben abzulegen.

Die Unterzeichner des Aufrufs lassen außer Betracht, dass am Anfang der Spaltung Sünde und Verfehlung auf beiden Seiten stehen und dass ökumenischer Fortschritt Bekehrung und Hinhören auf das Wort Gottes voraussetzt. Im ernsthaften ökumenischen Dialog geht es nicht um Taktik, sondern um Wahrheit.

Die Unterzeichner des Aufrufs vergessen die Pflicht der Politiker wie auch aller Christen, die unantastbare Würde des Menschen von der Empfängnis bis zum Tod wiederherzustellen und durch wirksame Gesetze abzusichern.

Die Unterzeichner des Aufrufs unterliegen dem Irrtum, die Einheit im Glauben könne ausgehandelt oder durch gesellschaftlichen und politischen Druck herbei gezwungen werden.

Sie bringen zusätzliche Spaltung und schaden dem ernsthaften ökumenischen Bemühen der Christen.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Forum Deutscher Katholiken

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Ehegattensplitting für
so genannte Eingetragene Lebenspartnerschaften?

In einer gemeinsamen Presseerklärung distanzieren sich das Forum Deutscher Katholiken und die evangelische Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis vom Vorhaben einiger Politiker, die für so genannte Eingetragene Lebenspartnerschaften das Ehegattensplitting zuerkennen wollen.

Schon die Einführung der „Verpartnerung“ als Institut sei ein schwerer Fehler gewesen, so die Vorsitzenden Prof. Hubert Gindert (FDK) und Andreas Späth (KSBB). Nun dürfe aber auf einem bereits falschen Weg nicht konsequent weitergegangen werden, der womöglich in der Freigabe der Adoption von Kindern für Homosexuelle endet.

Einer angeblichen Ungerechtigkeit bei der Vergabe staatlicher Subventionen könne auch dadurch entgegengetreten werden, dass man diese abschafft und Familien mit Kindern von vornherein entsprechend steuerlich befreit und ihnen nicht erst Geld wegnimmt, um es dann umzuverteilen und damit Gruppen zu fördern und zu bevorzugen, die zum generativen Fortbestand der Gesellschaft nicht beitragen.

Forum Deutscher Katholiken und Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis
Prof. Dr. Hubert Gindert und Andreas Späth

Unter blog.forum-deutscher-katholiken.de finden Sie diese Presseerklärung wieder und können sie kommentieren.

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Das Forum Deutscher Katholiken begrüßt die Berufung von Bischof Müller zum Präfekten der Glaubenskongregation

Das Forum Deutscher Katholiken begrüßt die Ernennung von Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Präfekten der Glaubenskongregation mit großer Freude und dankt dem Heiligen Vater für diese Berufung. In einer für die Kirche schwierigen Zeit werden wir in Rom an der Spitze des wichtigsten Dikasteriums einen Leiter haben, der in der ganzen Welt als Theologe höchstes Ansehen genießt und der als Bischof in eindeutiger Weise zu Glaubensfragen und zu Fragen der Beziehung Kirche-Welt Stellung bezogen hat.

Seine Beziehung zu den armen Kirchen Lateinamerikas, diesem wichtigen Teilkontinent der Weltkirche, und zu den Armen dieser Welt machen ihn zu einem hoffnungsvollen Gesprächspartner für ihre Vertreter.

Erzbischof Müller hat auf unseren Kongressen „Freude am Glauben“ gesprochen und gehört dem Kuratorium seit Jahren an. Zweimal hat der Kongress bei ihm in Regensburg getagt. Wir fühlen uns ihm deshalb besonders verbunden und werden seine schwere Aufgabe mit unserem Gebet begleiten.

Prof. Dr. Hubert Gindert,
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Gefährdung der Religionsfreiheit

Gefährdungen der Religionsfreiheit durch die Rechtsprechung nachgeordneter Gerichte sieht das „Forum Deutscher Katholiken“.

Die Vereinigung bezieht sich auf den Fall einer in lesbischer Lebensgemeinschaft stehenden Erzieherin in Neu-Ulm und die Kriminalisierung der bei Juden und Muslimen vorgeschriebenen Beschneidung männlicher Säuglinge.

Wenn die katholische Kirche gezwungen werden soll, in ihren Einrichtungen Kinder der Erziehung durch eine Frau auszusetzen, die im Gegensatz zur kirchlichen Grundordnung steht, so greift damit der Staat in den Kernbereich kirchlichen Auftrages ein. Und auch Christen seien von der Entscheidung des Landgerichts Köln zur Beschneidung betroffen. Denn das Landgericht habe in der Urteilsbegründung ausgeführt, die Beschneidung sei deshalb kriminell, weil sie in das Selbstbestimmungsrecht des Kindes eingreife, das später selbst entscheiden können müsse, welche Religion es annehme oder nicht.

Dann werde wohl die Kindertaufe entsprechend unter Strafe gestellt. „Körperverletzung werde es wohl nicht sein, aber Juristen werden schon irgendeine Strafvorschrift finden, unter die sie die Taufe eines Kindes subsumieren können“, meinte der Sprecher des Forums. Er zeigt sich nicht nur verwundert darüber, wie das bislang unbestrittene Selbstbestimmungsrecht der Kirchen und Religionsgemeinschaften, das immerhin in Artikel 140 des Grundgesetzes verankert sei, nun angefochten werde.

Prof. Dr. Hubert Gindert,
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Die Kirche schützt die Ehe und stärkt die Familie

Die Nichtzulassung geschiedener Wiederverheirateter zum Kommunionempfang hat Papst Benedikt XVI. auf dem Weltfamilientreffen in Mailand als “großes Leiden der heutigen Kirche“ bezeichnet. Es schmerzt, wenn Ehepartner, die sich geliebt und frei und überlegt die lebenslange Treue vor Gott versprochen haben, nicht mehr den Weg zueinander finden.

Eine Gruppe von 130 Pfarrern und Diakonen des Erzbistums Freiburg hat ein Memorandum „Den notwendigen Aufbruch wagen“ unterzeichnet. Die Pfarrer wollen geschiedene Wiederverheiratete nicht mehr vom Sakramentenempfang ausschließen. Die Memorandisten erklären: „Uns ist bewusst, dass wir damit oft gegen derzeit geltende kirchenrechtliche Vorschriften der römisch-katholischen Kirche handeln“. Sie agieren so gegen den Glauben der Kirche.

Papst Benedikt XVI. hat am 2. Juni in Mailand bekräftigt, dass geschiedene Wiederverheiratete „nicht die Beichte, die Absolution und die Eucharistie empfangen können“.

Wie glaubwürdig sind Priester, die bei der Priesterweihe ihre Treue zur Lehre der Kirche und gegenüber dem Bischof versprochen haben? Wie glaubwürdig sind die Memorandisten gegenüber jenen Ehepartnern, die verlassen wurden und doch an ihrer Ehe festhalten wollen und gegenüber Kindern, die unter der Trennung ihrer Eltern leiden?

Das Kirchenrecht schützt nicht nur die Lehre der Kirche. Es schützt die Schwachen! Das sind die Ehepartner, die gegen ihren Willen geschieden werden, und die Kinder aus diesen Ehen.

Das „Forum Deutscher Katholiken“ fordert die Katholiken auf, sich zur Ehelehre der Kirche zu bekennen und in Treue zum Heiligen Vater zu stehen.

10. Juni 2012, Prof. Dr. Hubert Gindert für das Forum Deutscher Katholiken und die mit ihm verbundenen Gemeinschaften

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Erklärung des Forums Deutscher Katholiken zum Tag der „Diakonin“ von ZdK und katholischen Frauenverbänden

Das Forum Deutscher Katholiken (FDK) empfielt allen Gläubigen, den 29. April, den Gedenktag der heiligen Katharina von Siena, als Tag der Verbundenheit mit dem Papst zu begehen.

Die heilige Katharina ist als Dominikaner-Tertiarin ein einmaliges Vorbild für die Laien, für Frauen und Männer. Kaum jemand in der Kirchengeschichte ist eifriger für den Gehorsam gegenüber der Kirche und vor allem dem Papst eingetreten als sie. Kaum jemand wusste wie sie zwischen dem Wesen der Kirche und dem oft allzu menschlichen Verhalten vieler ihrer Diener zu unterscheiden. Sie verlangte unbedingten Gehorsam, wenn es sich um den rechten Glauben und den Gehorsam gegenüber dem Papst handelte. Ihre Rechtgläubigkeit gründete sich ganz auf ihrem Leben in Gebet und Buße. Daher nahm sie die Kraft und die Autorität, als Laiin so gewaltig in Kirche und Welt hineinzuwirken. Mutig kritisierte sie die kirchlichen Behörden und erhob brennende Anklage gegen ungetreue Diener der Kirche. So wurde sie als dominikanische Laiin heilig, Patronin Italiens und Europas und Lehrerin der Kirche. Ihr Beispiel für die Laien auch heute ist unübertroffen.

Das Forum Deutscher Katholiken weist entschieden den Versuch von Gruppen und Gremien in der Kirche zurück, die heilige Katharina von Siena zu Aktionen gegen definitive Entscheidungen der Päpste zu missbrauchen und ihr Lebenswerk zu entstellen.

Wir bitten alle Gläubigen dem Beispiel des von ihr leidenschaftlich begründeten Gehorsams dem Stellvertreter Christi auf Erden gegenüber zu folgen und den 29. April als Tag der Verbundenheit mit dem Papst zu feiern.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Gerechtigkeitslücke in der Diskussion um das Betreuungsgeld

Wer das Betreuungsgeld ablehnt, hat ein Problem mit der Freiheit!

  • Das verfassungsmäßige Recht und die Wahlfreiheit der Eltern zu bestimmen, ob sie ihre Kinder selbst erziehen oder in Kitas geben, müssen erhalten werden und darf man nicht durch finanziellen Druck aushöhlen.
  • Das Wohl der Kinder darf nicht den Anforderungen des Arbeitsmarktes untergeordnet werden.
  • Die Not Alleinerziehender darf nicht für die Durchsetzung von Kitas für alle Kinder ausgenutzt werden.
  • Die Kosten für Kitas sind sieben Mal so hoch, wie das von der Regierungskoalition beschlossene Betreuungsgeld.
  • In Wahrheit geht es bei dem Kampf gegen das Betreuungsgeld darum, dass Mütter auf die Erziehung ihrer Kinder verzichten, um der Wirtschaft zur Verfügung zu stehen.

Das Forum Deutscher Katholiken ruft alle Bürger dazu auf, der Ideologie der Kollektiverziehung in Kitas im Interesse unserer Kinder zu widerstehen!

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Verfassungstreue auch gegenüber der Kirche!

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Frau Claudia Roth, hat in einem Interview (Augsburger Zeitung, 29. Februar 2012) über die pastorale Neuordnung durch Bischof Konrad Zdarsa in der Diözese Augsburg u. a. geäußert: „Ich möchte keine demokratiefreien Räume in unserer Gesellschaft“.

Die Aussage von Frau Claudia Roth bedeutet einen Anschlag auf die verfassungsmäßigen Rechte der katholischen Kirche und damit auch auf die deutsche Verfassung! Wir haben keine Staatskirche (Art. GG4, 2). „Jede Religionsgemeinschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken der für alle geltenden Gesetze“ (Art. GG 137).

Das Forum Deutscher Katholiken weist die beabsichtigten Einschränkungen der Rechte der katholischen Kirche mit Entschiedenheit zurück und fordert die Katholiken auf, den Grünen ihre Stimme bei den anstehenden Wahlen zu verweigern.

Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Aufruf: Solidarität mit Bischof Zdarsa von Augsburg

Die Neuordnung der Pfarreien aufgrund des Priestermangels steht in allen Diözesen Deutschlands an. Es geht darum, Wege zu finden, dass die Gläubigen an den Sonntagen die Eucharistie feiern können und sich nicht mit Wortgottesdiensten begnügen müssen. Damit aber die Priester in immer größer werdenden Pfarrgemeinschaften nicht verheizt werden, müssen geistliche Mittelpunkte geschaffen werden.

Unter dem Vorwand „Die Kirche muss im Ort bleiben“ und mit spektakulären Aktionen wie Menschenketten, die „die Kirche umarmen“, wird das eigentliche Ziel, an Sonntagen Wortgottesdienste anstelle einer Eucharistiefeier durchzusetzen, vernebelt. Missverständnisse bei Gläubigen gibt es, wenn der Wesensunterschied zwischen einem Wortgottesdienst und einer Eucharistiefeier nicht mehr klar ist.

Bischof Zdarsa hat in seiner Verantwortung für den Glauben in der Diözese verfügt, dass an Sonntagen keine Wortgottesdienste, außer in Krankenhäusern und Altenheimen, stattfinden dürfen. Er hat die Pläne von Gruppen wie der „Pfingsterklärer“ durchkreuzt und ist deswegen zum Ziel einer Kampagne geworden.

Bischof Zdarsa verdient die Solidarität der Katholiken, die loyal zur Kirche stehen. Das Forum Deutscher Katholiken ruft dazu auf, diesen Aufruf mit ihrer Unterschrift zu unterstützen.

Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Familienfeindliche Allianz gegen Betreuungsgeld für Mütter

Führende Repräsentanten der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Wirtschaftsinstitute, nämlich des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), des Rheinisch-Westfälischen Instituts (RWI) sowie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), haben zum Jahresende das von der Bundesregierung für 2013 beschlossene Betreuungsgeld massiv angegriffen und als „Herdprämie“ diffamiert.

Zu dieser Diffamierungsallianz aus Wirtschaftskreisen kommt eine Koalition von SPD, Grünen und Die Linke und Vertretern der CDU hinzu. Das geplante Betreuungsgeld für die Mütter darf gerade einmal nur 100 – 150 Euro betragen, während mit 1200 Euro pro Monat – das ist das Siebenfache des Betreuungsgeldes – jeder Krippenplatz in Westdeutschland lukrativ mit öffentlichen Mitteln ausgestattet wird.

Die bunt zusammengesetzte Volksfront gegen das Betreuungsgeld hat offensichtlich Probleme mit dem im Grundgesetz verankerten Recht der Eltern, wonach „Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht sind“ (GG,Art.6,2). Außerdem verlangt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. November 1998, nach dem Gleichheitsgrundsatz die außerhäusliche Betreuung nicht besser als die familiäre Erziehung zu stellen. Schließlich wird der Wunsch der Eltern nach Wahlfreiheit durch politische und finanzielle Tricks manipuliert.

Eltern können rund um den Globus, auch ohne staatliche Lizenz, ihren Nachwuchs am besten erziehen, weil ihnen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt.

Der Wirtschaft ist auf dem Weg von der sozialen Marktwirtschaft zum Kapitalismus nicht an den Frauen und Müttern interessiert, sondern nur an der Arbeitskraft. Den politisch Linken geht es um die Emanzipation von den familiären Bindungen. Auf der Strecke bleiben die Kinder, die Frauen und Mütter, die Familien und die Menschlichkeit.

Die Zeche wird die ganze Gesellschaft zahlen. Deutschland ist eines der kinderärmsten Länder der Welt und wird es bleiben. Der Druck der Alterspyramide auf die Gesellschaft wird weiter zunehmen. Ideologen haben die Familie im Griff und produzieren eine Gesellschaft ohne Menschlichkeit.

Das Forum Deutscher Katholiken appelliert an alle Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, die Wahlfreiheit der Eltern in der Kindererziehung zu stärken!

Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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