Presseerklärungen 2011

Erklärung zu „Weltbild“

Nach den wochenlangen Diskussionen und Enthüllungen über das Sortiment von „Weltbild“ steht mit der Zusammenkunft der Diözesanbischöfe am 21. November die Auseinandersetzung vor der Entscheidung.

Auch wenn den Bischöfen nicht unterstellt wird, dass sie mit Pornografie, Satanismus oder Esoterik Geld verdienen wollen, bleibt ihre Verantwortung für das Unternehmen „Weltbild“, das zu hundert Prozent der Kirche gehört und solche Produkte vertreibt.

Bischöfe brauchen keine Manager zu sein. Ihre „erste Aufgabe ist vor allem die frohe Botschaft zu verkünden … und das Volk vor Verirrungen und Glaubensschwäche zu schützen …“(KKK, 888,890).

Bischöfe müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Mitarbeiter und die von ihnen Beauftragten auftragsgemäß handeln. Wenn das nicht geschieht, und eine Kontrolle aufgrund der Dimension, die das Unternehmen angenommen hat, nicht mehr möglich ist, bleibt nur die Trennung von dem Unternehmen „Weltbild“. Es geht darum, Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Alles andere ist demgegenüber sekundär!

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Katholische Frauengemeinschaft kfd in offenem Ungehorsam

Die katholische Frauengemeinschaft kfd startet eine bundesweite Unterschriftenaktion für die Zulassung geschiedener Wiederverheirateter zur Kommunion. Es soll also plebiszitär festgestellt werden, was in der Kirche zu gelten hat.

Die Initiative der kfd stellt eine Aufforderung zum offenen Ungehorsam dar. Sie blendet die Wahrheit Christi aus. Denn die Kirche verkündet in dieser Frage keine eigene Lehre, sondern eine geoffenbarte Wahrheit, über die sie nicht verfügen kann.

Es ist Sache der Hirten, einer Verwirrung über die Gültigkeit des Ehesakramentes entgegenzutreten und zu prüfen, ob die kfd weiterhin die Bezeichnung „katholisch“ führen kann.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Ein Zeichen von tiefstem Provinzialismus!

Etwa hundert Vertreter der Parteien „Die Linke“, der „Grünen“ und einige von der SPD wollen die Rede von Papst Benedikt XVI. vor dem Deutschen Bundestag boykottieren. Der Papst wurde von einer klaren Mehrheit der Bundestagsabgeordneten eingeladen.

Die rund hundert Abgeordneten, die der Rede des Papstes fern bleiben, nehmen nicht nur „das freie Recht eines jeden Abgeordneten, an einer Plenarsitzung teilzunehmen oder ihr fern zu bleiben“ (Volker Beck) in Anspruch. Sie zeigen auch ein undemokratisches Verhalten, Intoleranz und ihren Mangel an Respekt.

Wenn der Papst zu naturrechtlichen Fragen wie Familie oder Sexualität spricht, mischt er sich nicht in die deutsche Innenpolitik ein. Wenn der Papst die kirchliche Lehre gemäß seinem Auftrag darlegt, geschieht dies ebenso wenig. Er gibt vielmehr den Menschen, ob sie gläubig sind oder nicht, jene Orientierung, die wir in der Politik so sehr vermissen.

Papst Benedikt XVI. ist nicht nur das kirchliche Oberhaupt von einem Drittel der Deutschen und weltweit von mehr als einer Milliarde Katholiken. Er gilt auch vor den internationalen Foren wie der UNO als der Sprecher der Christenheit. Das Verhalten jener Abgeordneten, die den Papst nicht hören wollen, ist tiefster Provinzialismus.

Prof. Dr. Hubert Gindert
1. Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Barmherzigkeit ohne Wahrheit ist keine Liebe

Der Erzbischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch erwartet Reformen der katholischen Kirche im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, „deren Leben in wichtigen Dingen unglücklich verlaufen ist. Das ist eine Frage der Barmherzigkeit. Und darüber müssen wir in der nächsten Zeit intensiv sprechen“.

Erzbischof Zollitsch spricht ein wichtiges Anliegen an. Denn Ehescheidung ist auch in der Bundesrepublik zu einem Massenphänomen geworden. Die Kirche muss dabei in ihrer Sorge für die Menschen alle im Blick haben: Scheidungswaisen, die verlassenen Ehepartner und die, welche nach der Scheidung wieder geheiratet haben. Das Podiumsgespräch „Lösungswege im Licht der Liebe Christi“ auf dem Kongress „Freude am Glauben“ in Karlsruhe wird sich dieser Frage annehmen.

Das Gelingen einer Ehe hat eine Vorgeschichte. Sie beginnt mit einer ganzheitlichen Sexualerziehung. Sie setzt sich fort in einer Sakramentenkatechese in allen Altersstufen und einer gründlichen Ehevorbereitung. Hier gibt es viele Verbesserungsmöglichkeiten.

Die Forderung an die Kirche wird häufig eingeengt auf den Kommunionempfang für geschiedene Wiederverheiratete. Diese Verkrampfung auf den Sakramentenempfang hilft den Betroffenen nicht wirklich weiter. Entscheidend ist vielmehr, dass die geschiedenen Wiederverheirateten wissen, dass sie einen Platz in der Kirche haben, dass sie weiter von Christus und seiner Kirche geliebt werden. Es gibt inzwischen in verschiedenen Ländern bewährte Initiativen, die Geschiedene auf ihrem Weg begleiten.

Die Kirche hat sich an Jesus Christus auszurichten. Barmherzigkeit ohne Wahrheit ist keine Liebe, die alle von der Kirche Jesu Christi erwarten können.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Forum Deutscher Katholiken

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Reformer und Wegbereiter in der Kirche: Otto von Habsburg

Die dauerhafte Größe von Persönlichkeiten erweist sich schon zu ihren Lebzeiten. Das trifft auch auf Otto von Habsburg zu. Als er am 20. November 1912 auf Schloss Wartholz in Niederösterreich geboren wurde, schien die Welt noch in Ordnung zu sein. Aber schon wenige Jahre später erschütterte die Katastrophe des Ersten Weltkriegs Europa. Mit dem bis dahin unvorstellbaren Massensterben von Soldaten und Zivilisten und der Verelendung der Völker Europas gingen auch Monarchien unter, die fast ein Jahrtausend regiert hatten. Schon als sechsjähriges Kind lernte Otto von Habsburg die Not von Flucht und Exil kennen. Als Zehnjähriger stand er nahezu mittellos an der Bahre seines Vaters im Exil auf Madeira. Das dürften die bittersten Tage seines Lebens gewesen sein.

Seine Mutter, Kaiserin Zita, erzog den jungen Otto zu Fleiß und strenger Disziplin. Nach der Tradition der Habsburger Monarchie musste er zusätzlich zu den damals üblichen Fremdsprachen auch die Sprachen der Habsburger Völker lernen. Nach dem Studium versuchte er unter Einsatz seines Lebens, dem Einfluss Hitlers auf Österreich entgegenzutreten. Die Erfahrungen der Familientradition und vor allem die Maßstäbe des katholischen Glaubens bewahrten den Politiker Otto von Habsburg vor den Irrtümern der damaligen Zeit. Eine Einladung Hitlers lehnte er entschieden ab, was den Diktator dazu veranlasste, den völlig unabhängig agierenden Otto steckbrieflich suchen und ergreifen zu lassen. Letzteres ist ihm glücklicherweise nicht gelungen.

Während des Krieges erreichte er durch Gespräche in Washington, dass Österreich nicht bombardiert wurde. Für viele jüdische Österreicher besorgte er das rettende Einreisevisum in westliche Länder. Doch die Sozialisten Österreichs dankten ihm diese Wohltaten nach dem Ende des Zweien Weltkriegs nicht. Otto blieb enteignet, er und seine Nachkommen durften nicht nach Österreich einreisen. Er war ein staatenloser Ausländer wie Millionen andere Europäer. In Amerika und in Westeuropa suchte mancher Staatsmann das Gespräch mit ihm. Er selbst handelte wie ein Staatsmann, obwohl er zunächst keine Staatsangehörigkeit und kein politisches Amt besaß. Nur aufgrund seiner Glaubwürdigkeit und seiner Kenntnisse wurde sein Rat gesucht. Sein Werben für ein freiwilliges Zusammenwirken der europäischen Völker wirkte schließlich anregend auch auf die Völker in Südosteuropa, die das Vielvölkergefängnis Jugoslawien verlassen wollten. 20 Jahre lang vertrat Otto von Habsburg den Wahlkreis Oberbayern im Europäischen Parlament. Dort galt er als ein besonders fleißiger und sachkundiger Abgeordneter. Er scheute keine Mühe, auf internationalen Konferenzen und auch in Dorfgasthäusern für freiwillige Zusammenarbeit der europäischen Völker auf der Grundlage des Rechts zu werben. Hohe Achtung auch bei früheren Gegnern und arbeitsintensive Ehrenämter bis ins vorgerückte Alter hinein waren die Folge seines unermüdlichen Einsatzes. Otto von Habsburg war u. a. Mitglied des Kuratoriums im „Forum Deutscher Katholiken“ und er ergriff auf den Kongressen „Freude am Glauben“ gern das Wort. Am 4. Juli 2011 starb er im Kreise seiner Familie. In einer Epoche der religiösen Ermüdung in Europa war er ein erfrischender Prediger für religiöse Werte und in einer Epoche der Politikverdrossenheit ein vorbildlicher Politiker. Die Kraft zu seinem Wirken bezog er aus einer tiefen Religiösität. Welche Seelengröße notwendig war, um dieses lange Leben so erfolgreich zu bestehen, lässt sich kaum ermessen. Für ein freiheitlich-christliches Europa war er ein unermüdlicher Wegbereiter, für eine glaubwürdige Katholizität bleibt er ein großes Vorbild.

Eduard Werner

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Frau Grütters, legen Sie Ihr Mandat nieder!

Wenn die CDU-Abgeordnete eine vermutete Opus-Dei-Nähe des neuen Berliner Erzbischofs „verheerend“ findet, sei dies „nicht nur ein beispielloser Akt der Selbstsäkularisierung, sondern auch ein Versuch der Einschüchterung“.

Wir leben in einem Land, in dem Religionsfreiheit und damit auch die Zugehörigkeit zu den von der katholischen Kirche anerkannten Gemeinschaften von der Verfassung geschützt sind. Staat und Volksvertreter haben die religiösen Grundfreiheiten zu schützen, aber nicht in Frage zu stellen.

Die katholische Berliner Bundestagsabgeordnete Monika Grütters, CDU, hat eine mögliche „Nähe“ des designierten Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki zum „Opus Dei“ als „verheerend“ bezeichnet.

Das ist nicht nur ein beispielloser Akt der Selbstsäkularisierung, es ist auch der Versuch der Einschüchterung, der an geistigen Terror grenzt.

Wenn die Partei, die das „C“ in ihrem Namen trägt, nicht mehr den Mut und die Kraft aufbringt, Frau Grütters nahe zu legen, die Konsequenzen aus ihrem Fehlverhalten zu ziehen, fordert das „Forum Deutscher Katholiken“ Frau Grütters auf, ihr Bundestagsmandat nieder zu legen.

Prof. Dr. Hubert Gindert

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Auftrittsverbot – ein Zeichen der Selbstachtung der Kirche

Der ehemalige Präsident des Zentralkomitees (ZdK) Professor Dr. Hans Maier darf seine Biografie in kirchlichen Räumen der Diözese Regensburg nicht vorstellen.

Der Grund: Hans Maier, einer der Wortführer von „Donum vitae“, jener Schwangerenberatung, die Beratungsscheine ausstellt, die eine gesetzwidrige, aber straffreie Abtreibung ermöglichen, tritt auch in seinem Buch für die Scheinberatung ein.

„Donum vitae“ steht in klarem Gegensatz zur Lehre der Kirche und zu entsprechenden römischen Vorgaben. Wenn Bischof Müller von Regensburg ein Auftrittsverbot für den früheren Präsidenten des ZdK ausspricht, handelt er konsequent. Das Auftrittsverbot ist auch ein Zeichen der Selbstachtung der Kirche, auf das Katholiken schon lange warten.

Das Forum Deutscher Katholiken spricht Bischof Müller seinen Dank dafür aus!

Prof. Dr. Hubert Gindert
(für das Forum Deutscher Katholiken)

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Eine konzertierte Aktion für das Leben und gegen PID!

In der Debatte um die Präimplantationsdiagnostik (PID) im Deutschen Bundestag wurde am 14. April 2011 unterschieden zwischen lebenswertem und lebensunwertem Leben. Der Bundestag hat hierzu noch keinen Beschluss gefasst. Das bedeutet eine große Chance, durch Aufklärung und Information vor der endgültigen Abstimmung im Bundestag den Vorrang menschlichen Lebens vor allen humanistisch verbrämten Nützlichkeitserwägungen deutlich zu machen.

Diese Chance darf nicht ungenutzt verstreichen! Denn dieses Abstimmungsergebnis wird über PID hinaus Folgen für das Bewusstsein von der Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens haben.

Wir brauchen eine konzertierte Aktion, in der alle, denen das ungeschmälerte Recht auf Leben ein Anliegen ist, an einem Strang ziehen, unabhängig von parteipolitischen Präferenzen und sonstigen Bindungen. Gefordert ist jetzt eine große Koalition für das Leben! Das Forum Deutscher Katholiken fordert auf, die Abgeordneten und die Medien für den Lebensschutz zu gewinnen.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Forum Deutscher Katholiken

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Youcat für den Religionsunterricht

Antrag an die Diözesanbischöfe

Der neue Jugendkatechismus „Youcat“ stellt eine ausgezeichnete Möglichkeit dar, die Botschaft Jesu Christi und die Lehre der Kirche jungen Menschen nahe zu bringen. „Youcat“ wurde zusammen mit Jugendlichen erarbeitet, er spricht ihre Sprache, er kennt ihre Fragen und ihre Erwartungen an die Kirche.

Damit alle Jugendlichen „Youcat“ kennen und sich damit intensiv beschäftigen können, bitten wir, die Vertreter des Forums Deutscher Katholiken und die mit ihm verbundenen Gemeinschaften, unsere Bischöfe, den neuen Jugendkatechismus als Lehrmittel für den Religionsunterricht zu genehmigen.

Prof. Dr. Hubert Gindert

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Fuldaer Erklärung

Die in Fulda versammelten Vertreter des Forums Deutscher Katholiken und die mit ihm verbundenen Gemeinschaften begrüßen das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 18. März 2011. Das Urteil erkennt an, dass „die Kultur der Menschenrechte nicht in einen Gegensatz zu den religiösen Fundamenten der europäischen Kultur“ gebracht werden dürfe, zu der das Christentum einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes verschafft uns eine Atempause. Denn wir müssen uns fragen, ob die Selbstsäkularisierung der Kirche nicht eine wesentliche Ursache der Säkularisierung dieser Welt ist.

Der von den deutschen Bischöfen beschlossene Dialogprozess ist nur dann eine Chance für die innere Erneuerung der Kirche in Deutschland, wenn er zu einem Umdenken und zur Rückkehr zur unverfälschten und ganzen Botschaft Jesu Christi und zur Lehre der Kirche führt.

Die katholische Kirche in Deutschland kann wieder Tritt fassen, wenn im Mittelpunkt des Dialogprozesses die drängenden Fragen stehen, die den gläubigen und kirchenverbundenen Katholiken seit langem am Herzen liegen, nämlich

  • die würdige Feier der Eucharistie nach der Ordnung der Kirche und die eucharistische Anbetung
  • die Ausbildung der Priesteramtskandidaten, Religionslehrer, Pastoralassistenten und Gemeindereferenten gemäß der Lehre der Kirche
  • die Neuordnung des schulischen Religionsunterrichtes
  • die Wiederbelebung des Bußsakramentes

nicht aber jene Fragen, die seit Jahrzehnten beraten, geklärt und entschieden sind.

Eine Kirche, die sich in Christus erneuert, wird die Kraft zurückgewinnen, auch das gesellschaftliche und politische Leben im Geist Christi neu zu gestalten, und dies wäre auch im Interesse einer humanen Gesellschaft. Eine Kirche hingegen, die sich unkritisch der so genannten „Lebenswirklichkeit“ anpasst, unterwirft sich eben dieser „Lebenswirklichkeit“ als Norm, statt sie zu prüfen und ihr in Christus Heil und Heilung zu bringen; sie gibt sich damit selber auf und macht sich überflüssig. Denn was ist die so genannte „Lebenswirklichkeit“ anderes als der oft irregeleitete Zeitgeist? Durch Anpassung würde die Kirche die Mahnung des Apostels missachten: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen könnt, was der Wille Gottes ist“ (Röm 12,2).

Wir deutschen Katholiken freuen uns, zusammen mit den Bischöfen, auf den Besuch des Heiligen Vaters in unserem Vaterland. Er wird uns im Glauben bestärken und Brücken bauen zu allen Menschen guten Willens.

Ihr Prof. Dr. Hubert Gindert

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SPD-Bundesvorsitzender Sigmar Gabriel verärgert die Katholiken
in Deutschland

„Primitive Feindseligkeit gegen die katholische Kirche“ hielt am Sonntag der Vorsitzende des „Forums Deutscher Katholiken“, Professor Dr. Hubert Gindert, dem Chef der SPD, Sigmar Gabriel, vor. Gabriel hatte nach Pressemeldungen bei einem Empfang der Aleviten in Berlin die Angehörigen dieser türkischen an den Koran glaubenden Religionsgemeinschaft als „besser integriert“ bezeichnet als die katholischen Christen. Gindert: „Der SPD-Bundesvorsitzende verdrängt den unüberbietbaren Beitrag des katholischen Christentums zur Kultur- und Geistesgeschichte unseres Landes ebenso wie die Bedeutung der Katholiken zur Stabilität unserer Demokratie; Katholiken neigen nur unterdurchschnittlich zu einem linken oder rechten Extremismus. Vielleicht aber ärgert sich Gabriel egozentrisch darüber, dass seine Partei unter Katholiken nur geringen Erfolg hat. Sein eigenes, nun derart demonstriertes Verhalten ist der schlagende Beweis dafür, dass katholische Christen für ihre traditionelle Zurückhaltung gegenüber dem demokratischen Sozialismus ihre guten Gründe haben.“

Die Meldung, Gabriel habe Applaus von der „grünen“ Claudia Roth geerntet, sei nicht weiter überraschend. Man kenne die Abneigung von „Grünen“ gegen die katholische Kirche. „Dass aber Bundestagspräsident Norbert Lammert, wie in der Welt vom 4. 3. zu lesen ist, dazu nur zu schmunzeln wusste, wirft ein bezeichnendes Licht auf diesen sich „katholisch“ nennenden Politiker. In diesem Licht erscheint dann auch seine vorgebliche Besorgnis um Priestermangel und den priesterlichen Zölibat“, fügte der Vorsitzende des „Forums Deutscher Katholiken“ hinzu. Lammert hatte sich mit anderen Politikern vor kurzem für eine Änderung in der Frage des Zölibates stark gemacht und seine Forderung mit der zunehmenden Unterversorgung der Gemeinden mit Priestern begründet. „Der Bundestagspräsident hätte sich Gabriel gegenüber für seine Glaubensbrüder und -schwestern ins Zeug legen sollen, anstatt gegen Rom zu sticheln und so dem Ruf unserer Kirche zu schaden“, meinte Gindert abschließend.

Bernhard Mihm

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Katholiken sind jetzt aufgerufen, Farbe zu bekennen

Prof. Hubert Gindert, Mitinitiator des ‚Forums Deutscher Katholiken‘: ‚Die Härte dieser innerkirchlichen Auseinandersetzung um das Memorandum Kirche 2011 zeigt, dass es nicht um eine Nebensächlichkeit, sondern um wesentliche Fragen geht‘- Von Roland Noé

Kath.net: Das „Forum Deutscher Katholiken“ hat vergangene Woche einen dramatischen Aufruf veröffentlicht: Katholiken sollen Kinder vom Religionsunterricht abmelden, wenn der Religionslehrer umstrittene Anti-Romerklärungen unterstützt. Was sagen Sie dazu?

Prof. Gindert: Es geht darum, Kinder und Jugendliche vor Religionslehrern zu schützen, die aufgrund der Zustimmung zum Memorandum „Kirche 2011“ ihre antikirchliche Haltung öffentlich zum Ausdruck bringen. Wir müssen davon ausgehen, dass die Unterstützer den Inhalt und die Forderungen des Memorandums kennen. Als theologisch ausgebildete Lehrkräfte müssen sie wissen, dass die Forderungen, wie Kardinal Kasper dargelegt hat, längst geprüft und entschieden sind. Wenn sie trotzdem auf ihren Forderungen bestehen, wollen sie eine andere Kirche. Eltern und Jugendliche, die sich für den katholischen Religionsunterricht entscheiden, wollen den Glauben und die Lehre der Kirche, nicht aber die Dogmen der Memorandisten erfahren.

Kath.net: Derzeit sammeln sowohl die Unterstützer als auch die Gegner des Theologenmemorandums Unterschriften? Wie beurteilen Sie diese Situation? Ist es sinnvoll, sich auf einen „Unterschriftensammelstreit“ einzulassen und hier mitzumachen?

Gindert: Die Härte dieser innerkirchlichen Auseinandersetzung um das Memorandum „Kirche 2011“ zeigt, dass es nicht um eine Nebensächlichkeit, sondern um wesentliche Fragen geht. In dieser Situation sind m. E. die Katholiken aufgerufen, Farbe zu bekennen. Das geschieht auch durch die Unterschrifteninitiativen. Im Übrigen bringt die Auseinandersetzung auch eine Klärung, weil sich zeigt, wer zur Kirche steht und wie die Bataillone verteilt sind: Das Zentralkomitee der Katholiken (ZdK), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), die Gemeinschaft katholischer Frauen (kfd) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) haben sich für das Memorandum ausgesprochen. Erfreulich ist dagegen die Phalanx katholischer Journalisten wie Alexander Kissler, Matthias Matussek, Gabriele Kuby, Peter Seewald, Andreas Püttmann, Manfred Lütz, Markus Reder und Ingo Langner, die mit rhetorischer Brillanz gegen das Memorandum Stellung bezogen haben.

Kath.net: Einige Bischöfe aus Deutschland wie z. B. Kardinal Meisner oder Kardinal Kasper oder auch Bischof Algermissen haben klar das Theologenreferendum abgelehnt, andere Bischöfe wie Bischof Bode haben hier Wohlwollen signalisiert. Was erwartet sich das „Forum Deutscher Katholiken“ jetzt von den Bischöfen?

Gindert: Die Bischöfe sind noch mehr als die Laien von ihrem Amt und von der Loyalität her, die sie dem Papst als Haupt der Universalkirche schulden, gefordert, Flagge zu zeigen. Sie können sich nicht hinter dem Kollektiv der Bischofskonferenz verstecken. Jeder Katholik kann als Diözesane von seinem Bischof erwarten, dass er sich klar und eindeutig zur Lehre der Kirche bekennt.

Kath.net: Angesichts dieser angespannten Situation. In wie weit könnte dies im September den Papstbesuch in Deutschland belasten?

Gindert: Der Schaden ist schon jetzt immens. Denn er zeigt eine Kirche, die faktisch, wenn auch nicht formal, gespalten ist. Da sich die Bischöfe auf einen Dialogprozess mit dem ZdK „auf gleicher Augenhöhe“ wie Alois Glück betont, eingelassen haben und das ZdK die uralten Forderungen auf die Agenda bringen will, ist die Auseinandersetzung kaum vor dem Papstbesuch zu bereinigen. Der Hl. Vater, der für die Lehre der Kirche steht, muss den Eindruck bekommen, dass er einem Teil der Katholiken in Deutschland nicht willkommen ist. Deswegen sind alle Katholiken, die zum Papst stehen, aufgerufen, dies auch öffentlich zu zeigen!

Hubert Gindert war von 1973 bis zu seiner Emeritierung 1998 Professor für Marketing am Fachbereich Betriebswirtschaft der Fachhochschule Augsburg. Als Vorsitzender des Diözesanrates des Bistums Augsburg war er von 1990 bis 1994 Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Seit 1996 ist Hubert Gindert Chefredakteur der katholischen Monatszeitschrift „Der Fels“. Am 30. September 2000 gründete er zusammen mit anderen Persönlichkeiten das „Forum Deutscher Katholiken“. Papst Johannes Paul II. zeichnete ihn am 21. Juni 2004 für seine Verdienste mit dem Silvester-Orden aus.

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Katholiken wehrt Euch!

Eltern haben ein Recht, dass ihre Kinder im Religionsunterricht den Glauben und die Lehre der Kirche erfahren.

Jugendliche, die selber zwischen Religions- und Ethikunterricht wählen können, haben das gleiche Recht, wenn sie sich für den Religionsunterricht entscheiden.

Wenn nun Religionslehrer/innen das Memorandum „Kirche 2011“, das im Widerspruch zur Lehre und Tradition der Kirche steht, unterstützen, ist die Abmeldung vom Religionsunterricht die angemessene Antwort.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Forum Deutscher Katholiken

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Erklärung zum Memorandum der Theologen

Das Memorandum der Theologen „Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch“ bringt nichts Neues. Die bekannten Forderungen der Kirchenvolksbegehrer von anno 1995 werden unter einer neuen Schlagzeile in die Öffentlichkeit transportiert!

Die Verfasser des „Memorandums“, zum guten Teil bekannte Kirchenkritiker, instrumentalisieren nur die gegenwärtige Zölibats-Diskussion, um sich mit ihren uralten Forderungen in Erinnerung zu bringen.

Von einem „Aufbruch“ kann schon deswegen nicht die Rede sein, weil darin das Wesentliche fehlt, nämlich der biblische Aufruf zum Umdenken und zur Umkehr, die für die notwendige Neuevangelisierung in unserem Land Voraussetzung sind.

Das Forum Deutscher Katholiken fordert alle Katholiken auf, sich durch das „Theologen-Memorandum“ nicht beirren zu lassen, sondern die ganze Kraft und Aufmerksamkeit auf einen wirklichen katholischen Neuaufbruch im Glauben, und zwar an der Seite des Hl. Vaters, zu richten!

Prof. Dr. Hubert Gindert,
für das Forum Deutscher Katholiken und die mit ihm verbundenen Gemeinschaften

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Keine Einmischung in innerkirchliche Angelegenheiten!

Zum Glauben der Katholiken gehört das „sentire cum ecclesia“, mit Herz und Verstand das Vermächtnis Jesu an die Kirche annehmen, es treu bewahren und im Alltag umsetzen.

Die Einheit mit der Kirche in der Frage des umfassenden Lebensschutzes haben Norbert Lammert, Annette Schavan, Bernhard Vogel, Erwin Teufel, Dieter Althaus, Hermann Kues, Thomas Sternberg und Friedrich Kronenberg aufgekündigt, indem sie die Beratung „donum vitae“ gegen die Lehrautorität der Kirche zur Unterstützung der staatlichen Abtreibungsregelung fördern bzw. gegründet haben. Denn jeder Beratungsschein, den „donum vitae“ ausstellt, ist ein Freibrief für die Tötung eines Kindes im Mutterleib.

Nach der Aufweichung humaner Ethik versuchen sie sich nun auf dem Feld der kirchlichen Ordnung. Was seit der Zeit der Apostel zum Lebensprinzip der Kirche gehört, dass nämlich die Ehelosigkeit zur Berufung und Sendung der Apostel und ihrer Nachfolger gehört und das ehelose Leben Jesu Vorbild, Ansporn und Ursache für diese besondere Berufung ist, will man nicht wahrnehmen.

So soll die katholische Kirche in Deutschland in der Zölibatsfrage nach Auffassung zeitgeisthöriger Politiker deutsche Sonderwege gehen.

Den Politikern sei gesagt: Kümmert euch nicht um die innerkirchliche Ordnung! Die Verfassung gibt den Rahmen für eure Politik vor. Kümmert euch um eure erste und wichtigste Aufgabe, den umfassenden Schutz des Menschen von der Zeugung bis zum Tod und damit um das Gemeinwohl!

Prof. Dr. Hubert Gindert
für das Forum Deutscher Katholiken und die mit ihm verbundenen Gemeinschaften aus den Diözesen Augsburg, Bamberg, Dresden, Essen, Freiburg, Limburg, Mainz, München-Freising, Münster, Regensburg, Rottenburg-Stuttgart, Speyer, Trier; Aktionsgemeinschaft für das Leben, ATK (Arbeitskreis Theologie und Katechese e. V.), Generation Benedikt, Helfer für Gottes kostbare Kinder, Jugend 2000, Marianische Liga, Militia Sanctae Mariae (Nürtingen), Nova Militia Jesu Christi, Pro Conscientia (Heidelberg), Societas St. Norberti, Vaterhaus, Zusammenschluss papsttreuer Vereinigungen

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Die Europäische Union verrät die eigene Kultur!

Die Europäische Union (EU) ließ für fünf Mio Euro rd. 3,2 Millionen Schülerkalender herstellen. Sie wurden an 21.000 Schulen verteilt. Diese Schülerkalender sollen einen wichtigen Beitrag leisten, „um das gegenseitige Verständnis und den Zusammenhalt in Europa zu stärken“. Der Kalender enthält religiöse Feiertage der Moslems, der Juden, der Hindus und der Sikhs, aber keinen einzigen christlichen Feiertag, „um den Taschenkalender nicht zu überfrachten“ (AZ, 15.01.2011). Das ist ein Missbrauch europäischer Steuergelder!

Dazu erklärt das „Forum Deutscher Katholiken“

Mit der Verteilung dieser Schülerkalender mischt sich die EU in unzulässiger Weise in die Kulturhoheit der Länder ein. Ein Schülerkalender, der religiöse Feiertage diverser Religionsgemeinschaften, nicht aber die der Christen enthält, dient nicht dem gegenseitigen Verständnis und dem Zusammenhalt in Europa. Die Christen stellen immerhin 90 % der europäischen Bürger!

Das Vorgehen der EU-Kommission unterstreicht die Feststellung des jüdischen Professors Joseph Weiler, der von einer Abneigung, ja vom Hass europäischer Politiker und Bürger auf die eigene Kultur spricht.

Die Kalender-Initiative der EU-Kommission bestätigt, was der Präsident des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung, Erzbischof Fisichella, beklagt: „In Europa nehmen wir auf dramatische Weise eine zunehmende Christianophobie wahr, die sich auch in Ländern mit alter christlicher Tradition zeigt“.

Wir fordern alle auf, derartigen Bestrebungen der EU-Kommission entgegenzutreten, damit Christen im eigenen Land nicht zu Fremden gemacht werden.

Prof. Dr. Hubert Gindert
für das Forum Deutscher Katholiken und die mit ihm verbundenen Gemeinschaften aus den Diözesen Augsburg, Bamberg, Dresden, Essen, Freiburg, Limburg, Mainz, München-Freising, Münster, Regensburg, Rottenburg-Stuttgart, Speyer, Trier; Aktionsgemeinschaft für das Leben, ATK Arbeitskreis Theologie und Katechese e.V., Generation Benedikt, Helfer für Gottes kostbare Kinder, Jugend 2000, marianische Liga, Militia Sanctae Mariae, Nova Militia Jesu Christi, Pro Conscientia, Societas St. Norberti, Vaterhaus, Zusammenschluss papsttreuer Vereinigungen

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